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Initiative Katzenschutzverordnung

LK Stade

 

Die Initiative Katzenschutzverordnung LK Stade  hat sich zum Ziel gesetzt, die Kastrations- und Registrierungspflicht für Freigänger-Katzen einzuführen. Wir wollen Hilfestellung geben für Politiker und Behördenvertreter, die in ihrer Gemeinde/Kommune eine solche Katzenschutzverordnung einführen wollen.

Viele neue Gesetze sind in den letzten Jahren erlassen worden, die die Belange der frei lebenden Katzen betreffen, aber den Behörden oft nicht bekannt sind. Wir wollen mit dieser Seite dazu Informationen geben.


Aktuelle Meldungen:

Pressemeldung

Dritte Änderung der Gebührenordnung: Hoffnung für Straßenkatzen

21.06.2017

Das Bundeskabinett hat die Gebührenordnung für Tierärzte geändert. Das zuständige Bundeslandwirtschaftsministerium begründet dies vor allem mit der aus Sicht der Tierärzteschaft notwendigen Anpassung an die Kostenentwicklung. Bei aller Befürchtung, dass sich die Kostenlage für Tierheime weiter verschärft, gibt es auch eine gute Nachricht: Tierärzte können nun mit Tierschutzvereinen vergünstigte Sätze für die Kastration von frei lebenden Straßenkatzen vereinbaren. Das ermöglicht den Vereinen in Zukunft öfter Kastrationsaktionen durchzuführen, um die Zahl der Tiere tierschutzgerecht zu reduzieren. Der Deutsche Tierschutzbund hatte diese Möglichkeit für die Zusammenarbeit von Tierschutzvereinen und Tierärzten lange gefordert. Zugleich aber fordert der Verband auch Bund, Länder und Kommunen auf, sich finanziell und durch entsprechende Kastrationsverordnungen an der Lösung aktiv zu beteiligen.

„Die Lage der Tierheime bleibt angespannt. Gerade der hohe Aufwand für die Straßenkatzen war und ist eine extreme Belastung, das hat der zuständige Bundeslandwirtschaftsminister erkannt und gehandelt. Die Anpassung der Gebührenordnung für Tierärzte, die wir lange schon fordern, wird es zukünftig einfacher machen, das Problem der frei lebenden Straßenkatzen anzugehen“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Angesichts von geschätzten zwei Millionen Straßenkatzen bundesweit, waren die Kosten nach Gebührenordnung bisher eine rechtlich nahezu unüberwindbare Hürde. „Mit der Anpassung hoffen wir nun, dass Tierschutzvereine gemeinsam mit Tierärzten noch intensiver als bisher das Katzenelend mindern können“, sagt Schröder. „Zugleich aber appellieren wir an den Bund, die Länder und besonders die Kommunen, sich auch finanziell und durch Verordnungen zu beteiligen. Denn am Ende ist es im Interesse der Allgemeinheit, daher sollten weder die Tierärzte, noch die Tierschützer bei der Tierschutzarbeit für die Katzen alleine gelassen werden. Wenn dann auch Katzenbesitzer stärker in die Pflicht genommen werden, ihre Freigängerkatzen zu kastrieren, lässt sich die Population der Straßenkatzen endlich dauerhaft verkleinern.“

Gemäß der angepassten Verordnung dürfen Tierärzte den einfachen Gebührensatz für die Kastration frei lebender Katzen zukünftig legal unterschreiten – wenn sie die Kastration im Auftrag einer gemeinnützigen Tierschutzeinrichtung, wie eines Tierschutzvereins, durchführen. Bei den frei lebenden Katzen handelt es sich um Nachkommen von ehemals privat gehaltenen Katzen, die nun ohne einen zuordenbaren Besitzer leben. Sie vermehren sich unkontrolliert, leiden oft unter Hunger und Krankheiten. Die Tierschützer fangen die frei lebenden Katzen ein und lassen sie nach der Kastration wieder in ihrem angestammten Revier frei. Der karitative Tierschutz trägt die Kosten für Fang, Kastration und Betreuung der Tiere – finanziert durch Spenden und durch Mithilfe von ehrenamtlichen Helfern.

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Donnerstag, 27 April 2017 11:08

Kastration gegen Katzenplage

1Gemeinde handelt

 

Hier zeigt sich, so lebenswert diese Aktion auch ist, eine Nachhaltigkeit wird dadurch leider nicht erreicht. Beleg sieht man im Text: "diese Aktion, die nach ein paar Jahren nun wieder notwendig werde".

 

Die einzige Möglichkeit, Katzenelend einzudämmen ist nun mal die Kastrations- und Registrierungspflicht. Leider können sich viele Kommunen nicht dazu durchringen, obwohl schon über 500 Kommunen die Kastrations- und Registrierungspflicht eingeführt haben.

 

Die Ursachen für die scheuen Katzenpopulationen sind  nicht, dass tierliebe Menschen füttern, sondern dass die Tiere abwandern, weil sie nicht mit ausreichend Futter und Pflege versorgt werden, ober weil zu viele Katzen auf engem Raum leben und sie dann abwandern, oder weil sie ausgesetzt, zurückgelassen wurden oder sich verirrt haben. Die Aufforderung nicht zu füttern, löst das Problem nicht und führt zu Tierleid.

Freitag, 24 März 2017 10:15

Verurteilung eines Tierquälers

Vor  über einem Jahr konnte ich einer Bürgerin helfen, eine Strafanzeige zu erstellen wegen Tierquälerei. Es zeigt sich, dass man nicht wegschauen sollte, wenn man Tierquälerei feststellt. Das "Entsorgen"( Ertränken, Erschlagen, in die Jauchegrube werfen) von Katzenbabies ist eine Straftat und wird nicht toleriert.  Es gibt die Möglichkeit seine Katzen kastrieren zu lassen.

 

Die Strafanzeige hatte Erfolg, der Täter wurde verurteilt:

 

Hallo Frau Haak, ich wollte Ihnen nur das Ergebnis meiner Anzeige mitteilen. Der Junge Mann wurde zu einer Geldstrafe verurteilt. Im Anhang ist der dazu gehörige Zeitungsartikel.

Viele Grüße aus dem Seegebiet Mansfelder Land



Weil er Katzenbabys tötete: 21-Jähriger zu Geldstrafe verurteilt

Eisleben - Wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz hat das Amtsgericht Eisleben einen 21-Jährigen aus dem Seegebiet Mansfelder Land zu 2.400 Euro Geldstrafe verurteilt. Der junge Mann hatte im vergangenen Jahr drei Katzenjunge unmittelbar nach der Geburt getötet. Der Angeklagte räumte den Vorwurf der Staatsanwaltschaft in der Verhandlung ein. Wie er sagte, habe ihn sein Vater aufgefordert, sich um die Jungen „zu kümmern". Laut Tierschutzgesetz wird die Tötung von Wirbeltieren „ohne vernünftigen Grund" mit Geld- oder Freiheitsstrafe bestraft.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung
 
Mittwoch, 15 März 2017 14:09

Stadt Lingen erläßt Kastrationspflicht

Beschluss im Rat : Stadt Lingen führt Kastrationspflicht für Katzen ein

noz04.2017
Diese Katze ist krank und lebt in der Quarantänestation des
Lingener Tierheims. Foto: Wilfried Roggendorf
Lingen. Der Rat der Stadt Lingen hat eine Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht von freilaufenden Hauskatzen beschlossen.

Laut einer Liste des Deutschen Tierschutzbundes gibt es (Stand Juli 2016) 352 Orte in Deutschland, in denen eine solche Pflicht besteht. Diese Liste können die Tierschützer nun nach dem einstimmig gefassten Stadtratsbeschluss um Lingen erweitern.

Krankheiten übertragen

Katrin Möllenkamp, Leiterin des Fachbereichs Bürgerservice, Recht und Ordnung der Stadt Lingen, begründet die Maßnahme mit der stark ansteigenden Zahl verwilderter Hauskatzen. „Diese sind oft krank oder verletzt und können auch Krankheiten auf Menschen übertragen“, sagt sie. Es seien auch in Lingen Bereiche bekannt, in denen verwilderte Hauskatzen offensichtlich gefüttert würden und sich unkontrolliert vermehrten.

Appell an die Bürger

„Doch nur Füttern ist zu kurz gedacht“, kritisiert Möllenkamp und appelliert an das Problem- und Verantwortungsbewusstsein der Bürger. Man müsse sich nichts vormachen: „Ohne Mitwirkung der Bürger lässt sich die Katzenschwemme nicht eindämmen“, sagt Möllenkamp.

Zahl verwilderter Katzen reduzieren

Durch die Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht solle die Zahl der verwilderten Katzen auf lange Sicht reduziert werden, erklärt die Fachbereichsleiterin. Wenn ihre Kollegen im Außendienst wiederholt freilaufende Katzen sehen würden, könnten sie kontrollieren, ob diese Tiere mit einem Chip oder einer Tätowierung gekennzeichnet seien. „Wenn nicht, werden diese Tiere ins Tierheim gebracht“, sagt Möllenkamp. Von daher sei es im eigenen Interesse der Katzenhalter, ihre Tiere kennzeichnen zu lassen und zu registrieren.

Anlassbezogene Kontrollen

Dass eine flächendeckende oder tägliche Kontrolle aller Katzen in Lingen unmöglich ist, weiß Möllenkamp. „Kontrollen werden eher anlassbezogen stattfinden“, erklärt sie. Wenn sich ein Katzenhalter konsequent weigere, sein freilaufendes Tier kastrieren zu lassen, habe die Stadt die Möglichkeit, den Eingriff auf Kosten des Halters vornehmen zu lassen. Ein Bußgeld ist in diesem Fall aber nicht vorgesehen. „Darauf haben wir bewusst verzichtet, weil wir nicht gleich mit Drohgebärden und der Bußgeldkeule kommen wollen“, setzt Möllenkamp mehr auf die Einsicht der Katzenhalter.

 

Erfolge in Osnabrück

 

Einen solchen Weg hat auch die Stadt Osnabrück eingeschlagen. Dort herrscht seit 2012 eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Katzen. Jürgen Wiethäuper, Leiter des Osnabrücker Fachdienstes Ordnung und Gewerbe, schätzt die Entwicklung seitdem positiv ein. „Die Zahl verwilderter und sich unkontrolliert vermehrender Katzen in Osnabrück ist deutlich zurückgegangen und weiter kontinuierlich rückläufig“, erklärt er. Zugleich sei die Zahl der in Tierdatenbanken registrierten Katzen aus Osnabrück seit Inkrafttreten der Registrierungspflicht deutlich gestiegen.

 

Tierschützer begrüßen Maßnahme

 

Sonja Rolfes, Zweite Vorsitzende des Lingener Tierschutzvereins, freut sich über die Einführung der Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Katzen in Lingen. „Wir haben im Moment 160 Katzen in unserer Obhut.“ Damit sei das Lingener Tierheim vollkommen überbelegt. „Wir haben einen Teil auf Pflegestellen verteilt. Ich habe selber derzeit eine Katze mit sechs Welpen zuhause aufgenommen“, erklärt die Tierschützerin. Auch sie verspricht sich von der Maßnahme auf Dauer ein Ende der Katzenschwemme. „Die wird aufhören, aber nicht in ein oder zwei Jahren“, ist sich Rolfes sicher, dass es seine Zeit braucht, bis ein Erfolg der Kastrationspflicht sichtbar wird.

 

Kastration kostet Geld

 

Für die Lingener Katzenhalter bedeutet die neue Pflicht, falls ihre Tiere noch nicht kastriert und gekennzeichnet sind, dass sie in den Geldbeutel greifen müssen. Die Kastration einer Katze kostet bei den Lingener Tierärzten, wie eine Nachfrage unserer Redaktion ergeben hat, im Schnitt rund 120 Euro. Bei einem Kater werden rund 75 Euro fällig. Um eine Katze chippen zu lassen, kommen noch einmal 35 Euro hinzu. Die Registrierung in Tierdatenbanken ist hingegen in der Regel kostenlos.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

 

Mit der am (heutigen) Dienstag von der Landesregierung verabschiedeten Änderung der sogenannten Subdelegationsverordnung werden verstärkte Maßnahmen gegen zunehmendes Katzenelend möglich. Künftig können Kommunen eigene Verordnungen zum Schutz freilaufender Katzen erlassen, beispielsweise aus Gründen des Tierschutzes deren Kastration vorschreiben. Dies war bisher nicht nur aus Gründen der Gefahrenabwehr möglich. Der für den Tierschutz zuständige Minister Christian Meyer zeigte sich erfreut, dass damit wirksame Maßnahmen gegen die unkontrollierte Vermehrung freilaufender Katzen vor Ort ermöglicht werden. „Die Kastration von Katzen und damit die Vermeidung einer ungesteuerten Vermehrung mit hohen Populationsdichten dient nicht nur dem Tierschutz, sondern auch dem Vogelschutz. Wir haben es in Niedersachen vielerorts mit einer starken Verbreitung freilaufender Katzen zu tun.“

Mit der Verordnung des Landes werden Gemeinden ermächtigt, für ihr Gebiet die Kennzeichnung, Registrierung oder Kastration von freilaufenden Katzen vorzuschreiben, auch auf Grundlage des Tierschutzgesetzes (TierSchG). Minister Meyer appellierte an die Katzenhalter, ihre Katzen generell kastrieren zu lassen, um einer Massenvermehrung vorzubeugen. Den Kommunen riet der Minister, von dem neuen Handlungsspielraum regen Gebrauch zu machen.
 
Niedersachsen verbessert den Katzenschutz zudem über die Tierheime. Dafür fördert das Landwirtschaftsministerium den Verband Niedersächsischer Tierschutzvereine (VNT) mit 100.000 Euro. Tierheime oder tierheimähnliche Einrichtungen, die eine Genehmigung nach dem Tierschutzgesetz haben (§ 11 TierSchG), können beim VNT Mittel für die Kastration und Kennzeichnung von untergebrachten Hauskatzen und Hauskatern beantragen.

Schätzungen zufolge leben in Deutschland rund 3,2 Millionen Katzen ohne menschliche Aufsicht und Pflege, davon deutlich mehr als 200.000 in Niedersachsen. Deren unkontrollierter Freigang führt zu einem Anstieg der Population verwilderter Katzen. In freier Wildbahn leiden die domestizierten Tiere häufig unter Verletzungen sowie Infektionskrankheiten und haben insgesamt eine geringere Lebenserwartung.

Quelle: ml.niedersachsen.de

Bommel11Die Initiative Katzenschutzverordnung LK Stade wurde in zwei Fällen von abgelehnten Fundkatzen in der Gemeinde Mülsen LK Zwickau zu Hilfe gerufen.

Wir haben Beschwerde bei der Gemeinde Mülsen und eine Fachaufsichtsbeschwerde an den Landkreis Zwickau geschickt. Die Antworten waren allerdings sehr unbefriedigend und wir haben nun eine Beschwerde an das zuständige Ministerium in Sachsen gesandt und warten gespannt und die Antwort.

 

 

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Einer von den vielen Fundtieren, die draußen herumstreunen
und wir nicht zuordnen können.

Der Sommer war sehr arbeitsintensiv.

Wir haben im gesamten Landkreis Stade wieder sehr viel zu tun gehabt. Viele Leute haben uns gebeten, ihnen zu helfen, ihre Katzen kastrieren zu lassen. Viele scheue Katzen wurden gemeldet, die wir ebenfalls zur Kastration gebracht haben, um sie am Auffindeort wieder auszusetzen. Die nachfolgende Betreung mit Futter und medizinischer Versorgung haben wir übernommen. Aber auch unsere Kapazitäten sind erschöpft. Darum sind wir weiterhin mit den Kommunen im Gespräch, auch im LK Stade die Kastrations- und Registrierungspflicht für Freigänger-Katzen einzuführen.

 

Was heißt das? Wir möchten, dass alle Katzenhalter verpflichtet werden, ihre Katzen kastrieren und chippen zu lassen, wenn sie Freigang  haben.

Das hat viele Vorteile: Wenn sie  verloren gehen und als Fundkatze irgendwo auftauchen, kann man den Tierhalter schnell ermitteln. Das erspart den Kommunen viel Geld. Andererseits wird damit das Tierelend der vielen neugeborenen Katzenbabies verringert.

 

Darum ein Appell an alle Katzenhalter, lasst Eure Katzen und Kater kastrieren. Darum kann viel Tierleid verhindert werden.

Der Gesetzgeber hat zwei Möglichkeiten geschaffen, dass die Kastrationspflicht eingeführt werden kann:

 

Einmal über das sogenannte Sicherheits- und Ordnungsgesetz andererseits nach § 13b TSchG neu.

 

Wir verstehen nicht, dass  Kommunen sich weigern, die Kastrationspflicht einzuführen, damit überläßt man dem ehrenamtlichen Tierschutz die Folgen.

Wir werden weiter am Ball bleiben.

 

 

 

Sonntag, 22 Mai 2016 18:19

Gemeinden sind gefordert

Initiative "Katzenschutzverordnung" im Landkreis Stade kritisiert Umgang mit Fundkatzen


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Cornelia Haak hat die Initiative
"Katzenschutzverordnung" ins Leben gerufen
(Foto: am)
am. Kutenholz. Was tun mit herrenlosen Katzen? Das ist eine Frage, die Cornelia Haak von der Initiative "Katzenschutzverordnung" oft hört. "Bei der Gemeinde abgeben", ist dann ihre Antwort, "denn diese ist für Fundtiere zuständig." Das allerdings sehen einige Kommunen im Landkreis Stade anders. "Sie verweigern die Annahme der Tiere oder die Übernahme der Kosten mit Begründungen wie, 'das sind Wildtiere' oder 'Sie haben sie gefüttert, dann gehört sie Ihnen'", sagt die Tierschützerin. Die Initiative fordert, dass die Gemeinden Verantwortung übernehmen.
Denn momentan springen oft Ehrenamtliche ein, wenn einem Tier Leid droht, so auch der Tierschutzverein Tierhilfe Stade, in dem Cornelia Haak Zweite Vorsitzende ist. Dieser nimmt in Pflegestellen Katzen auf. Zudem fangen die Mitglieder wild lebende Katzen ein, um sie ärztlich behandeln und kastrieren zu lassen.
Es sei gesetzlich festgelegt und von zahlreichen Rechtsprechungen untermauert, dass egal ob entlaufene oder wild lebende Katzen als Fundtiere in die Zuständigkeit der jeweiligen Kommune fallen, so Cornelia Haak. Dazu gehört die tierärztliche Versorgung sowie die Verpflegung und Unterbringung bis zu einem halben Jahr, bis sich eventuell der Besitzer gefunden hat.
Auf den Kosten bleibt die Tierhilfe oft sitzen. Von 43.000 Euro, die der Verein im Jahr 2015 für ärztliche Behandlungen ausgegeben hat, wurden lediglich 15.000 erstattet. "Wir reichen in der Regel nur die Tierarztkosten ein", sagt Beate Dowson, Erste Vorsitzende des Vereins. "Würden wir Unterbringung und Verpflegung dazurechnen, kämen wir noch auf ganz andere Summen." Der Tierschutzverein ist deswegen auf der Suche nach Spenden.
Auch die blinde Katze "Rosine" wurde von der Tierhilfe aufgenommen. Sie kam auf einem Hof zur Welt und wurde mit einer Augenentzündung sich selbst überlassen. Seit sie herrenlos und krank aufgefunden wurde, lebt sie in einer der Pflegestellen des Vereins.
Solche traurigen Fälle ließen sich oft vermeiden, so der Appell der Tierschützer, wenn die Kommunen eine Kastrations- und Registrierungspflicht für Katzen einführen würden. Nur so könnten im Fall von zahmen Katzen die Besitzer gefunden und für die Kosten herangezogen werden und der Bestand der wild lebenden Katzen reduziert werden. Dann müssten die Gemeinden auch seltener Fundkatzen annehmen. Die Gemeinden Apensen und Nordkehdingen sind bereits mit gutem Beispiel vorangegangen.
• Weitere Infos unter Tel. 04164 / 2700
Quelle: Kreiszeitung Wochenblatt

 

 

 

Erste Katzenschutzverordnung auf tierschutzrechtlicher Basis (§ 13b TSchG) in Darmstadt

 

Bislang sind auf kommunaler Ebene Verordnungen zur Kastrationspflicht für Katzen nur auf ordnungsrechtlicher Basis erlassen worden. Bei diesen Maßnahmen soll jedoch die von den verwilderten Katzen ausgehende Gefahr für den Menschen und andere Tiere und nicht das Leid der freilebenden Katzen eingedämmt werden.

Dass dieses Leid der freilebenden Katzen jedoch erheblich sein kann, hat inzwischen aber auch der Gesetzgeber erkannt und im Jahr 2013 einen neuen Paragrafen ins Tierschutzgesetz eingefügt. Dieser Paragraf 13b ermächtigt die Landesregierungen, den „unkontrollierten freien Auslauf fortpflanzungsfähiger Katzen in einem bestimmten Gebiet zu untersagen oder zu beschränken, soweit dies zur Verhütung erheblicher Schmerzen, Leiden oder Schäden bei den in dem betroffenen Gebiet lebenden Katzen erforderlich ist.“

Einige wenige Länder haben diese Ermächtigung auf die Oberbürgermeister sowie Gemeindevorstände und Magistrate übertragen.

Das Land Hessen hat mit einer Verordnung den Kommunen die Rechtsgrundlage geschaffen, eigene Verordnungen zur Kastration, Kennzeichnung und Registrierung für Hauskatzen mit Freigang zu erlassen. Die Tierschutzbeauftragte des Landes Hessen, Dr. Madeleine Martin, stellte zusätzlich den Städten und Kommunen eine Handreichung für den Erlass einer Katzenschutzverordnung nach §13b TierSchG zur Verfügung.

Im Juli 2015 hat die Stadt Darmstadt eine solche Katzenschutzverordnung erlassen. Damit wurde bundesweit erstmals eine Verordnung zur Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hauskatzen mit Freigang auf den Weg gebracht, die nicht auf dem Ordnungsrecht, sondern auf dem Tierschutzgesetz basiert.

Diese „Katzenschutzverordnung für das Gebiet der Wissenschaftsstadt Darmstadt“ vom 27.07.2015 sieht vor, dass Katzenhalter/innen, die ihrer Katze Zugang ins Freie gewähren, diese kastrieren, kennzeichnen sowie beim kostenfreien Haustierregister von TASSO e.V. registrieren lassen müssen.

Quelle: Tasso e.V.

Sonntag, 07 Februar 2016 13:22

KSVO nun auch in Essen

Kastration von Freigänger-Katzen wird in Essen zur Pflicht
07.02.2016,

Im Tierheim an der Grillostraße wurden im vergangenen Jahr 2000 Katzen abgegeben. Die Vermittlung ist schwierig.
Mit Hilfe einer Verordnung will die Stadt Essen die wachsende Zahl verwilderter Katzen eindämmen. Freigänger sollen sich nicht mehr vermehren können.

„Tier sucht Mensch“ heißt es täglich in dieser Zeitung. Aufmerksamen Lesern dieser Rubrik wird nicht entgangen sein, dass es häufig Katzen sind, die das Tierheim an einen neuen Besitzer vermitteln will. Mehr als 2000 herrenlose „Stubentiger“ wurden allein im vergangenen Jahr an der Grillostraße abgeben. In den meisten Fällen ließ sich mangels Kennzeichnung nicht ermitteln, wohin die Tiere gehören.Nicht allein aus diesem Grund will die Stadt Essen Halter von Katzen dazu verpflichten, ihre Tiere durch eine Tätowierung oder mit einem Mikrochip kennzeichnen und anschließend registrieren zu lassen, sofern es sich wohlgemerkt um so genannte Freigänger handelt.

 

Damit nicht genug: Katzen, die es sich nicht nur daheim am warmen Ofen gemütlich machen, sondern die sich frei in der Natur bewegen, sind zu kastrieren. Einer Verordnung zum Schutz freilebender Katzen soll der Stadtrat Ende Februar zustimmen. Haltern, die gegen die Verordnung verstoßen, wird ein Bußgeld von bis zu 1000 Euro angedroht.Die Stadt will so verhindern, dass sich freilebende Katzen zwischen Karnap und Kettwig weiter unkontrolliert vermehren. Elke Esser-Weckmann, Vorsitzende des Tierschutzvereins Groß-Essen, schätzt deren Zahl auf 20 000. Jede Hauskatze und jeder Kater, der als Freigänger durch die Gegend streunt und geschlechtsreif ist, trage dazu bei, dass sich die Zahl der freilebenden Katzen weiter erhöht. „Diesen Teufelskreis gilt es zu unterbrechen“, betont Elke Esser-Weckmann. Denn häufig litten die Tiere unter Hunger und Krankheiten; der Witterung seien sie schutzlos ausgeliefert, um ihre Reviere müssten sie kämpfen. Kurz: Die Tiere leiden.

 

Eben deshalb erlaubt es der Gesetzgeber den Kommunen, den unkontrollierten Auslauf geschlechtsreifer Katzen einzuschränken.Stadt schafft mehr Rechtssicherheit. Und auch das soll die Verordnung erlauben: Wird eine freilebende Katze aufgegriffen, darf auch sie kastriert und gekennzeichnet werden. Die Stadt schafft damit mehr Rechtssicherheit. „Tierschützer kommen aus der Grauzone heraus“, formuliert Elke Esser-Weckmann.Essen betritt damit nicht etwa Neuland. 2007 hat Paderborn als erste Stadt eine entsprechende Verordnung erlassen. Bis heute sind 370 Kommunen in ganz Deutschland diesem Beispiel gefolgt, davon 100 in Nordrhein-Westfalen. Hat die Verordnung zum Schutz der Katzen gehalten, was sich die Initiatoren davon versprochen haben? Elke Esser hebt hervor, dass es in Paderborn keine einzige Klage vor Gericht gegeben habe, Rechtssicherheit sei also geschaffen worden. Was die Anzahl der freilebenden Katzen angeht, habe sich die Situation zumindest entspannt.Wie schnell dies auch in Essen gelingen kann, bleibt abzuwarten. Eine Erfolgskontrolle soll zehn Jahre nach Einführung durchgeführt werden. Dies entspreche des zu erwartenden Lebensalters freilebender Katzen. Erst nach Ablauf dieser Frist sei mit verlässlichen Zahlen zu rechnen.

 

Apropos Zahlen: Im Tierheim an der Grillostraße suchen aktuell 80 Katzen ein neues Zuhause.Tierschutzverein hilft finanziell. Der Tierschutzverein unterstützt die Kastration von Katzen auch finanziell. Für Kater gibt es gegen Vorlage der Tierarztrechnung einen Zuschuss in Höhe von 30 Euro, für Katzen 60 Euro. Für die Kennzeichnung per Chip gibt es weitere zehn Euro. Eine Kastration kostet zwischen 100 und 120 Euro.Bei Erhebungen des Tierschutzvereins und des Cat-Sitter-Clubs Essen wurden an 62 Futterstellen 687 Katzen gezählt: in Vogelheim 80, in Altenessen 67, in Frillendorf 65, in Kuperdreh 59, in der Innenstadt 43. Auch an allen anderen Futterstellen seien zweistellige Zahlen ermittelt worden. Marcus Schymiczek

Quelle: Kastration von Freigänger-Katzen wird in Essen zur Pflicht | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
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