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Initiative Katzenschutzverordnung

LK Stade

 

Die Initiative Katzenschutzverordnung LK Stade  hat sich zum Ziel gesetzt, die Kastrations- und Registrierungspflicht für Freigänger-Katzen einzuführen. Wir wollen Hilfestellung geben für Politiker und Behördenvertreter, die in ihrer Gemeinde/Kommune eine solche Katzenschutzverordnung einführen wollen.

Viele neue Gesetze sind in den letzten Jahren erlassen worden, die die Belange der frei lebenden Katzen betreffen, aber den Behörden oft nicht bekannt sind. Wir wollen mit dieser Seite dazu Informationen geben.


Aktuelle Meldungen:

Sonntag, 06 Juli 2014 18:25

Kampf dem Katzenjammer in den Kommunen

Aus dem Stader Tageblatt vom 05.07.2014

LANDKREIS. Die liebsten deutschen Haustiere – Hund und Katze – sind stets auch als Ausgangspunkt für Diskussionen gut. Nachdem in Niedersachsen alle Hunde zentral registriert werden mussten, sind jetzt die Samtpfoten ins Visier der Kommunen gerückt. Im Landkreis Stade wird seit Monaten vielerorten über eine sogenannte Katzenschutzverordnung oder eine Kastrations- und Registrierungspflicht diskutiert. Entsprechende Änderungen in der Kommunalverordnung haben bisher die Samtgemeinde Apensen und die Samtgemeinde Nordkehdingen umgesetzt. In der Hansestadt Stade gibt es eine Sonderregelung – ein Überblick.

Allen vorweg sind es die Tierschützer, die eine Kastrationspflicht für Freigängerkatzen fordern. Sie wollen die Ursache für das Elend vieler Katzen beseitigen und nicht länger die Symptome behandeln. Es geht um Katzen, die sich unkontrolliert fortpflanzen und unter erbärmlichen und tierschutzwidrigen Umständen ihr Leben fristen müssen. Einige der „Streuner“ und „Fundtiere“ landen beim ehrenamtlich tätigen Tierschutz, doch der ist mit der Anzahl der Katzen längst überfordert. Die Spenden können nicht mehr die Kosten decken und auch die Weitervermittlung gestaltet sich schwierig. Es droht eine Überpopulation, so die Tierschutzorganisation Peta, die das Problem mit Zahlen belegt: Eine einzige Katze und ihre Nachkommen könnten potenziell in nur sieben Jahren für weitere 420 000 Katzenbabys sorgen.

Im Kreis Stade wandte sich Cornelia Haak von der „Initiative Katzenschutzverordnung Landkreis Stade“ bereits mehrfach an „alle verantwortlichen Politiker, sich dem Thema zu stellen und die Kastrations- und Registrierungspflicht für Freigänger-Katzen einzuführen“. Sie darf Prof. Dr. Theo Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer, hinter sich wissen: „Wir haben uns seit Jahren für eine bundeseinheitliche Kastrationspflicht für Katzen stark gemacht. Im neuen Tierschutzgesetz wurde endlich eine Rechtsgrundlage für Länder geschaffen, die Kastrationsgebote und Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht unter bestimmten Voraussetzungen ermöglicht“, so Mantel in einer schriftlichen Mitteilung. Aus seiner Sicht hätten Städte und Gemeinden damit die Möglichkeit, gezielte Maßnahmen „zur Verhinderung von weiterem Katzenelend“ zu ergreifen. In mehr als 250 deutschen Kommunen ist es bereits Pflicht, Katzen kastrieren und kennzeichnen zu lassen, davon 169 in Niedersachsen.

Doch einige Politiker stören sich bei der Änderung im Tierschutzgesetz an der Formulierung „Ermächtigungsgrundlage für die Landesregierungen“. Sie sehen keinen Handlungsbedarf auf der Städte- und Gemeindeebene, sondern bei der Landesregierung. Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) antwortete auf eine entsprechende Kleine Anfrage im Landtag: „Die Landesregierung strebt den Erlass einer auf § 13 b TierSchG (siehe Infokasten) basierenden Landesverordnung an. Als vorgeschaltete Maßnahmen werden unter anderem Kastrationsaktionen bei frei lebenden Katzen, Aufrufe zur freiwilligen Beschränkung des Auslaufs bei Hauskatzen und die freiwillige Kastration von Freigänger-Katzen befürwortet.“ In diesem Zusammenhang finanziere das Fachministerium derzeit ein Projekt zur Kastration und Kennzeichnung frei lebender Katzen, das vom Deutschen Tierschutzbund Landesverband Niedersachsen durchgeführt wird und eine Übersicht über die Situation und Anzahl frei lebender Katzen in Niedersachsen ermöglichen soll. Diese Daten seien zur „Festlegung bestimmter Gebiete“ nach § 13 b notwendig. Auch die Veterinärämter seien bereits im Rahmen einer Dienstbesprechung informiert worden, dass diesbezügliche Daten gesammelt werden sollen.

Eine feste Regelung setzt die Zuordnung eines Tieres zu Halterin oder Halter voraus. „Um die Zahl der registrierten Katzen amtlich erfassen zu können, muss es sich um ein landesweit zentrales, amtliches Register handeln“, so Meyer weiter. Die durch den Betrieb des amtlichen Registers entstehenden Kosten wären – vergleichbar dem niedersächsischen Hunderegister – über Gebühren zu finanzieren. Doch so weit ist es noch nicht.

Der Deutsche Tierschutzbund hat sich klar positioniert: „Katzenschutzverordnung – Jetzt!“, heißt seine Aktion. Krank und abgemagert würden viele frei lebende Katzen täglich ums Überleben kämpfen. Das Elend würde es nicht geben, wenn Tierhalter ihre Katzen kastrieren ließen, so die Überzeugung des Tierschutzbundes. Die Tierärztekammer Niedersachsen rechnet vor: „Eine einzige Kätzin hat nach zwei Jahren über 30 Nachkommen.“

Hunger, Infektionskrankheiten und massiver Parasitenbefall gehörten zum traurigen Alltag frei lebender Katzen, die bei vielen Menschen Mitleid und den Wunsch erwecken, zu helfen, heißt es schriftlich von der Tierärztekammer. Füttern allein sei keine Hilfe, sondern „kurzsichtig und Wegbereiter für noch größeres Katzenleid“: Es würden immer mehr Tiere angelockt, die sich „dank“ der Fütterung noch besser fortpflanzen könnten. Territorialaggressionen, die zu Verletzungen und Übertragungen von Krankheiten führen, seien die Folge. Der Stress untereinander wachse ständig, schwäche das Immunsystem und mache krank.

Und die steigende Katzenpopulation hat noch andere Folgen: Auch die Ornithologen schlagen Alarm. In einem Bericht, der über die Deutsche Presseagentur verbreitet wurde, mahnte Peter Berthold, langjähriger Leiter der Vogelwarte am Max-Planck-Institut im Kreis Konstanz, vor dem Aussterben von Vogelarten durch Katzen. Er verwies auf eine Studie aus den USA, wonach eine Katze knapp 40 Vögel im Jahr erbeutet.

In Deutschland liegt die Statistik darunter: Bei acht Millionen Katzen, davon zwei Millionen verwilderter Tiere, die sich selbst ernähren müssten, werden demnach pro Jahr 50 Millionen Vögel durch Katzen getötet. Das wären im Schnitt sechs Vögel pro Katze. Doch weil sich durch die intensive Landwirtschaft mit hohem Anteil an Mais der Lebensraum für seltene Vogelarten einschränkt, wandern einige Arten inzwischen in Gartengebiete ein. Hier treffen diese dann verstärkt auf Hauskatzen. Somit sind unter Umständen nicht mehr nur wie früher die häufigsten Vogelarten betroffen, die eine Reduzierung ihrer Art besser verkraften könnten, sondern auch vom Aussterben bedrohte. Vor allem Jungvögel werden gefangen, da sie leichte Beute sind. Berthold schlug vor einem Jahr eine Katzensteuer vor, um mehr Geld in den Vogelschutz zu investieren, was damals zu einer heißen Diskussion führte.

Quelle: Stader Tageblatt vom 06.07.2014

 

Das Thema Kastration im Kreis Stade

Apensens Samtgemeinderat beschließt „Katzengesetz“: Freilaufende Hauskatzen müssen kastriert und gekennzeichnet werden. Buxtehuder Rat lehnt Kastrationspflicht für Katzen ab. Es gebe kein Katzen-Problem. Eine Satzung hätte Kosten von 30 000 Euro im Jahr verursacht, im Notfall könne die Stadt auch so zur Gefahrenabwehr tätig werden. Drochtersen lehnt die Kastrations-Satzung vorerst ab, die Gemeinde will zunächst die entsprechende Rechtsverordnung der Landesregierung abwarten. In der Samtgemeinde Nordkehdingen soll eine Kastrationspflicht für Katzen eingeführt werden. Horneburger Samtgemeinderat lehnt eine Kastrations- und Registrierungspflicht für Freigänger ab. Der Antrag auf Registrierungspflicht in der Samtgemeinde Harsefeld ist vertagt. Freilaufende Katzen müssen in der Samtgemeinde Lühe noch nicht kastriert und gekennzeichnet werden, die Rechtslage der Verordnungen sei unsicher. In der Hansestadt Stade gilt diese Regelung: Wer ein Tier hält, hat zu verhindern, dass dieses außerhalb seines umfriedeten Besitzes unbeaufsichtigt umherstreift. Dieses gilt nicht für kastrierte Katzen.

§ 13 b TierSchG

Durch Artikel 1 des Gesetzes vom 4. Juli 2013 (BGBl. I S. 2182) ist das Tierschutzgesetz (TierSchG) i. d. F. der Bekanntmachung vom 18. Mai 2006 (BGBl. I S. 1206) durch Einfügung eines § 13 b um eine Ermächtigungsgrundlage für die Landesregierungen zum Schutz frei lebender Katzen ergänzt worden: „Die Landesregierungen werden ermächtigt, durch Rechtsverordnung zum Schutz frei lebender Katzen bestimmte Gebiete festzulegen, in denen 1. an diesen Katzen festgestellte erhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden auf die hohe Anzahl dieser Tiere in dem jeweiligen Gebiet zurückzuführen sind und 2. durch eine Verminderung der Anzahl dieser Katzen innerhalb des jeweiligen Gebietes deren Schmerzen, Leiden oder Schäden verringert werden können.
Quelle: Stader Tageblatt vom 06.07.2014

 

Sonntag, 06 Juli 2014 15:09

Fortsetzung "Die ländliche Idylle..."

 

 Diesen Bericht schrieb uns eine Einwohnerin eines kleiner Ortes, ländlich geprägt, in der Samtgemeinde Harsefeld.

Orte und Namen haben wir verändert, um nicht die dort noch lebenden Tiere in Gefahr zu bringen.

Flocke1 500x281Dieser Bericht dokumentiert das alltägliche Elend der Katzen auf dem Lande.

Vor 14 Jahren zogen mein Lebensgefährte und ich samt meinen zwei Katzen Püppi und Rosalie in einen kleinen Ort in der Samtgemeinde Harsefeld. Sie kamen natürlich aus dem Tierschutz, und kamen auch aus einer schlechten Haltung. So, nun lebte ich auf dem Lande und durfte die ländliche Idylle, die sich für die Tiere als Hölle erwies, ertragen. Von meiner Küche aus konnte ich den rechten Kuhstall, schauen. Aus dem anderen Fenster musste ich den Anblick auf den linken Kuhstall ertragen, Dreck überall, aber dann sah ich das schlimmste: ein kleiner Hund, an einer schweren Kette draußen auf dem blanken Boden liegend. Er hatte keinen ordentlichen Schlafplatz, Trinkschale und Fressnapf strotzten nur vor Dreck. Sie wurden nie sauber gemacht. Brownie stank, auch er war dreckig, wie die Kühe und Schweine. Dann eine Tür weiter waren viele Katzen auch kleine Katzenbabies. Schniefende Nasen, leckende Augen. Überall lagen trockne Brötchen herum und altes Trockenfutter von den Katzen. Die Katzenbabies mussten das Hundetrockenfutter fressen, das schon länger auf dem blanken Boden lag. Alle litten unter Hunger und Krankheiten, aber die junge Bäuerin meinte, auf dem Bauernhof ist das nun mal so!

Viele Katzen waren schwanger. Es war die pure Inzucht. Ich war oft bei Brownie im Stall, habe ihn gestreichelt und ihm auch immer etwas zu Essen gebracht. Ich nahm dann auch oft was für die Katzen mit. Ich kümmerte mich um sie. Ich holte oft von Dr. W. Antibiotika, Augensalbe, Wurmmittel, Flohmittel etc. Mit einigen Katzen fuhr ich zu verschiedenen Tierärzten in der SG Harsefeld. Einigen Katzen konnte nicht mehr geholfen werden, sie waren bereits zu krank und konnten nicht mehr gerettet werden. Viel kleine Katzenbabies habe ich in gute Hände vermittelt.

Daraus ist natürlich viel Streit mit der Bäuerin und dem alten Bauern entstanden. Die sagten ganz direkt: „Für Katzen geben wir kein Geld aus!“ Aus der örtlichen Tierarztpraxis wurde uns auch gesagt, dass die Bauern alle so mit ihren Katzen umgehen würden. Wir waren entsetzt!... Bitte weiterlesen...

Samstag, 21 Juni 2014 18:28

Drochtersen nimmt Beschluss zurück

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DROCHTERSEN. Der Drochterser Gemeinderat hat das Aufstellen einer neuen Satzung, die die Kastration von Katzen zur Pflicht macht, vorerst abgelehnt. Die Empfehlung, die Verabschiedung der Satzung abzuwarten, bis die Landesregierung eine entsprechende Rechtsverordnung vorlegt, kam letztlich vom Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund.

Im Vorfeld der Gemeinderatssitzung am Mittwochabend hatten sich bereits die Mitglieder des Finanzausschusses und des Verwaltungsausschusses mit der Satzung beschäftigt und diese mehrheitlich empfohlen. Vertreter der Stader Tierhilfe vertraten die Interessen der Tierschützer in den Fachausschüssen mit Nachdruck. Die Politik folgte zunächst den Argumenten. Nun rudert die Gemeinde zurück.

Gegner der Satzung war von Anfang an der Fraktionsvorsitzende der Freien Wählergemeinschaft, Cornelius van Lessen. Nach seiner persönlichen Prüfung der Sach- und Rechtslage habe er festgestellt, dass es keine Ermächtigungsgrundlage für die Satzung gebe. Van Lessen leistete sich mit den Tierschützern per Mail und mit den Politikern am Mittwoch im Rat eine hitzige Debatte zum Thema.

CDU-Fraktionsvorssitzender Kai Seefried erklärte, die Verwaltung habe das Thema zu Recht eingebracht, weil der Bedarf durchaus da sei. Zudem könnten 170 Kommunen, die die Satzung bereits verabschiedet hätten, nicht alle irren. Der Rat habe derzeit keine andere Wahl, als die Satzung abzulehnen, weil der entsprechende Beschluss angefochten werden würde.

Wichtig sei, dass die Debatten um die Katzenkastration und die steigende Population der Tiere in den öffentlichen Blick rückten und diskutiert würden. „Alle haben Interesse am Tierschutz und am Tierwohl“, sagt Seefried. Van Lessen hingegen zweifelte die Hochrechnungen über die steigende Anzahl der Tiere an und bemerkte, „die Erforderlichkeit“ einer solchen Satzung sei nicht geprüft worden.

Der Standpunkt von Daniel Berlin Politiker mit dem Teufel im Nacken

Der Ton wird wieder rauer im Drochterser Gemeinderat. Der Fraktionsvorsitzende der Freien Wählergemeinschaft, Cornelius van Lessen, ist nach monatelanger Attacken-Pause wieder in Höchstform, stellt Hochrechnungen von Tierschutz-Experten, die die Population von Katzen prognostizieren, per se in Frage, wirft den Ratsmitgliedern vor, wie dumme Schafe hinter einem Alpha-Tier hinterher zu laufen und Beschlüsse mir nichts, dir nichts abzunicken. Der Retter der Kommunalpolitik hatte angemahnt, die Satzung für die Katzenkastration sei rechtswidrig und im Falle der Verabschiedung nichtig, weil die Rechtsgrundlage von der Landesregierung bislang nicht vorliege. Damit hatte van Lessen sogar Recht. Aber seine Vehemenz, mit der er argumentiert, erinnert an die Zeit vor der letzten Kommunalwahl. Damals hatten arrivierte Lokalpolitiker schlichtweg keine Lust mehr, sich ehrenamtlich zu engagieren. Jetzt legt sich der FWG-Chef mit der Kirche an und wettert gegen den Zuschuss der politischen Gemeinde für die Finanzierung des Friedhofswegs. Der Kirchengemeinde kein Geld zu geben, dieser Meinung kann man sein. Aber van Lessen holt das Messer raus und unterstellt der Kirche, sie habe sich rechtswidrig verhalten. Nein: Ein paar Ehrenamtler beantragten bei der Kommune Geld für einen so gut wie öffentlichen Weg. Mehr nicht. Der Dialog zwischen van Lessen und Pastor Bernhard Pippirs nach der Sitzung war interessant. Pippirs empfahl nämlich sinngemäß: Mit dem Teufel im Nacken sollte van Lessen die Kirche lieber meiden.

 Quelle: Stader Tageblatt v. 20.06.2014

Samstag, 21 Juni 2014 11:39

Kastrationspflicht im LK Stade

Ein Schreiben des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes hat  die Einführung der Kastrations- und Registrierungspflicht zunächst blockiert.

Wir wissen nicht, warum der Nieders. Städte- und Gemeindebund plötzlich entgegen seiner Empfehlung vom 06.09.2011 die Einführung der Kastrations- und Registrierungspflicht als "rechtlich umstritten" bezeichnet. In mehr als 200 Kommunen in Niedersachsen und in über 70 Kommunen in NRW wurde diese bereits eingeführt und positiv beurteilt.

Damit wird der Tierschutz wieder hintenan gestellt und die Tierschützer sollen es wieder allein richten.

Selbst wenn in 2015 eine Verordnung auf den Weg gebracht wird, sind auch hier zunächst die Kommunen in der Pflicht.

Wir werden weiterhin an der Einführung der KSVO arbeiten!

Freitag, 20 Juni 2014 17:34

Katzen im Abbruchhaus gerettet

Am Dienstag erhielten wir einen Anruf mit dem Hinweis, dass auf einem Grundstück in Stade  ein Haus abgerissen werden soll, in dem sich eine Mutterkatze mit ihren Babies befindet.

Wir haben darauf hingewiesen, dass hier die Stadt Stade zuständig sei.

Die Vertreterin des städt. Tierheims gab die Auskunft, man sei "eigentlich" nicht zuständig, würde aber mal hinfahren und nachsehen.

Die Tierhilfe hat sofort reagiert und griff unterstützend ein, da nicht viel Zeit blieb bis zum geplanten Abrisstermin am heutigen Freitag. Wir haben so schnell wie möglich  Fallen aufgestellt. Da die scheuen Katzen sich oft erst nachts zeigen, haben wir auch mitten in der Nacht dort nachgeschaut, ob Katzen in der Falle saßen. Letztendlich konnten wir alle Katzen dieser kleinen Familie einfangen.

An dieser Örtlichkeit hat die Tierhilfe Stade e.V. bereits mehrfach Katzen eingefangen und kastrieren lassen. Die Auskunft der Stadt Stade: "Wir sind nicht zuständig"!  ist nach der neuesten Rechtsprechung nicht mehr haltbar.

Samstag, 14 Juni 2014 12:13

Kastrationspflicht in Bad Bentheim

Bentheimer Katzen müssen unters Messer

Rat der Stadt macht Kastration und Registrierung zur Pflicht
gn-online.de 41522
Frei laufende Katzen, wie dieser Streuner, der einen
Garten in Bad Bentheim besucht, müssen jetzt kastriert
werden. Das hat der Rat der Stadt so festgelegt.
Foto: Yvonne Neis

Von Irene Schmidt
Der Rat der Stadt Bad Bentheim hat am Mittwochabend einstimmig beschlossen, eine Registrierungs- und Kastrationspflicht für Katzen einzuführen. Damit soll die wilde Vermehrung von frei laufenden „Stubentigern“ eingedämmt werden.

Bad Bentheim. Die Burgstadt ist jetzt eine von gut 160 niedersächsischen Städten und Gemeinden, die eine Kastrationspflicht eingeführt haben. In der Grafschaft jedoch macht der Bentheimer Stadtrat den Vorreiter. Die Veterinärbehörde des Landkreises hatte auf Anfrage bestätigt, dass auch sie die unkontrollierte Vermehrung frei laufender Katzen als problematisch ansehe, aus ihrer Sicht sei es jedoch sinnvoller , wenn die Kastrationspflicht nicht auf Kreisebene, sondern von den Kommunen beschlossen und überwacht werde.

In Bad Bentheim haben seit Jahren die inzwischen als Verein eingetragenen Katzenfreunde Bad Bentheim-Schüttorf für diese Kastrationspflicht gekämpft. Bis dahin hatte der Verein verwilderte Katzen an Futterstellen angelockt, von Tierärzten kastrieren lassen und dann am selben Ort wieder frei gelassen. Die Kastrationen wurden von Sponsoren und über Spenden bezahlt, viele Tierärzte kamen den Katzenfreunden bei den Kosten entgegen. Appelle an private Katzenbesitzer, ihre Tiere kastrieren zu lassen, fruchteten kaum. Lediglich verantwortungsbewusste Tierhalter hatten ihre Katzen und Kater kastrieren lassen.

Jetzt gilt diese Pflicht für alle Besitzer frei laufender Katzen, auch für jene, die irgendwann begonnen haben, einen Streuner regelmäßig mit Futter zu versorgen. Einstimmig sprach sich der Rat dafür aus, die „Städtische Verordnung über die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung“ um eine Bestimmung zur Tierhaltung zu ergänzen.

Laut Kastrationsverordnung müssen Katzenhalter, die ihrer Katze Zugang ins Freie gewähren, die Tiere ab einem Alter von fünf Monaten von einem Tierarzt kastrieren und mittels Tätowierung oder Mikrochip kennzeichnen zu lassen. Die Tiere müssen zudem dem Deutschen Haustierregister oder bei „Tasso“ gemeldet werden.

Die Kosten für die Kastration belaufen sich nach Angaben der Stadt in etwa auf 120 Euro für weibliche Katzen und 60 Euro für Kater.

Für die Zucht von Rassekatzen können auf Antrag Ausnahmen zugelassen werden.

Verstöße gegen die Kastrationspflicht werden mit einem Bußgeld geahndet, das eventuell den Katzenfreunden zur Deckung der Betreuung wild lebender Katzen zur Verfügung gestellt werden soll.

Die Bereiche, wo es viele wild lebende, nicht kastrierte Katzen gebe, seien bekannt, berichtete Bürgermeister Dr. Volker Pannen im Rahmen einer kurzen Debatte. Daher solle in öffentlichen Wäldern auch die Fütterung der Streuner zugelassen werden. Gleichzeitig könnten die Tiere dann eingefangen und kastriert werden.

Ratsmitglieder verschiedener Fraktionen sprachen sich vor der Abstimmung noch einmal für die Kastrationspflicht aus. So bezeichnete Dr. Karin Stader-Deters (SPD) die Verordnung als „überfällig“. Auch Peter Wiering (FDP) begrüßte die Maßnahme. Er beklagte aber, dass streunende Katzen in seinem Garten „kleine Vögelchen“ verspeisten. Seine blumigen Ausführungen gipfelten in der Frage: „Kann man wild herumstreunende Katzen nicht einfach einschläfern?“ Diesem Vorschlag erteilte Bürgermeister Pannen umgehend eine Abfuhr: „Zum Tierschutz gehört auch, lebende Tiere gut zu behandeln.“

Mehrere Katzenfreunde, die der Ratssitzung beiwohnten, zeigten sich nach dem Beschluss glücklich und erleichtert. Die Katzenfreunde Bad Bentheim-Schüttorf hoffen, dass auch die Samtgemeinde Schüttorf – wie bereits erwogen – die Kastrationspflicht einführt.

Quelle:

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BUXTEHUDE. Der Buxtehuder Rat hat es mit den Stimmen von SPD, CDU und FDP abgelehnt, eine Satzung zur Kastration von streunenden Katzen zu erlassen.
Die Verwaltung hatte einen entsprechenden Antrag der Grünen, die nur bei BBG/FWG und der Linken Unterstützung fanden, kritisch bewertet. Es bestehe kein konkreter Handlungsbedarf, so die Verwaltung; die bestehenden Möglichkeiten über das Niedersächsische Gesetz für die öffentliche Sicherheit und Ordnung reichten aus, um gegebenenfalls einzugreifen. Demgegenüber betonte Bärbel Lübke-Elbracht für die Grünen, dass es ein massives Problem auch in Teilen Buxtehudes gebe, das Tierheim sei überfüllt. In Niedersachsen hätten inzwischen 190 Gemeinden mit einer Satzung reagiert und auch die Tierärztekammer plädiere für eine Kastration streunender Katzen.

Quelle: Buxtehuder Tageblatt

 

Katzen müssen künftig kastriert werden

DROCHTERSEN. Die Gemeinde Drochtersen führt wahrscheinlich die Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für alle Katzen ein, die sich außerhalb der Wohnungen ihrer Halter frei bewegen. Das empfahlen am Montagabend die Mitglieder des Finanzausschusses. Letztlich muss der Gemeinderat entscheiden. Tierschützer hatten am Montag stark für die Verordnung geworben.

In Drochtersen sind in den Jahren 2010 bis 2013 für die Unterbringung und die Versorgung von Fundtieren beim Tierarzt, insbesondere Katzen, im Durchschnitt jährliche Kosten in Höhe von etwa 3000 Euro angefallen. Gerade die Unterbringung von Fundtieren ist eine Pflichtaufgabe der Gemeinde. Etwa 30 Tiere stehen jedes Jahr in der Statistik der Kommune. Die Lokalpolitiker und die Verwaltung erhoffen sich von der neuen Verordnung, die jährlichen Kosten zu senken. Die Samtgemeinde Apensen hatte als erste Kommune im Landkreis Stade eine entsprechende Verordnung erlassen. Sollte die Verordnung greifen, beauftragt die Gemeinde die Tierhilfe Stade, die Katzenhalter über die Neuerung aufzuklären und Möglichkeiten einer Kastration aufzuzeigen.

Die Verordnung könnte bereits am 1. Juli in Kraft treten. Menschen, die sich dann nicht daran halten, können mit einer Geldbuße von bis zu 5000 Euro belegt werden.

Die Tierschützer berichteten von einem Fall im Theisbrügger Moor. Dort fanden sie bei einem Landwirt 50 Katzen, teilweise halb verhungert, abgemagert, krank und verletzt. Die Tierhilfe versorgt pro Jahr 400 Katzen. Die Tendenz sei steigend, sagen die Tierschützer.

Quelle: Stader Tageblatt vom 07.05.2014


Anmerkung der Initiative KSVO LK Stade:

Unser Dank gilt den Politikern und der Verwaltung in der Gemeinde Drochtersen. Wir wurden dort sehr freundlich und offen aufgenommen und bekamen die Gelegenheit, die Problematik mit unkastrierten Katzen aufzuzeigen.

Sonntag, 04 Mai 2014 10:02

Gegen die Katzenschwemme

Kastrations- und Kennzeichnungspflicht greift ab Mai – Zuschüsse sind möglich


gb.Hollenstedt.Hollenstedt macht ernst im Kampf gegen die Katzenschwemme. Als erste Kommune des Landkreises Harburg führt die Samtgemeinde ab dem 1. Mai 2014 die Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für freilaufende Samtpfoten ein. „Wir wollen damit den Tierschutz in den Fokus rücken“, sagt Ordnungsamtsleiterin Kerstin Markus. Die bislang unkontrollierte Vermehrung der so genannten Freigänger führt nicht nur zu vollen Tierheimen und wild lebenden Katzen, die in der freien Natur nicht überlebensfähig sind, sondern birgt auch die Gefahr der Ausbreitung von ansteckenden Krankheiten. Darüber hinaus bezieht sich der Tierschutz auch auf den Schutz von Singvögeln, insbesondere während der Brutzeit.Zudem können entlaufene registrierte Katzen schneller an ihre Besitzer zurückgegeben werden, so Kerstin Markus weiter. Für Katzenbesitzer, die finanziell nicht in der Lage sind, die auf sie dadurch zukommenden Kosten zu tragen, hat die Samtgemeinde Mittel zur Verfügung gestellt. Daraus werden auf Antrag Zuschüsse von rund 50 Prozent gewährt. Die Bedürftigkeit wird an Hand von Einkommens- und Vermögensnachweisen über die Buchholzer Dr. Frölich-Tierschutzstiftung geprüft. „Wir begrüßen dieses Vorgehen außerordentlich“, erklärt die Vereinsvorsitzende Marianne Fröhlich.
Entsprechende Anträge können bei den Hollenstedter Tierarztpraxen Gieseler (Tel: 04165-80011) und Werner (Tel.: 04165-9993600) gestellt werden. Mit beiden Praxen hat die Samtgemeinde Vereinbarungen über die Höhe der entstehenden Kosten geschlossen. Sie entsprechen dem Mindestsatz der Tierärztlichen Gebührenordnung, und belaufen sich für die Kastration von Katzen auf 100 Euro, und für die von Katern auf 50 Euro. Für die Implantation eines Chips, durch den die Kennzeichnungspflicht erfüllt wird, entstehen Kosten von 15 Euro.

Quelle: Kreiszeitung Wochenblatt vom 30.04.2014
Sonntag, 04 Mai 2014 09:46

Fundkater in Kutenholz

 Happy-End für Teeger

Manchmal überholen sich die Ereignisse. Noch bevor wir diesen Kater in der Zeitung vorstellen konnten, um sein altes oder ein neues Zuhause zu suchen, wurde er per Zufall auf einem Flugblatt entdeckt und konnte so ganz schnell an seine Familie zurück gegeben werden. Die Freude war groß, als Teeger in seinem Zuhause ankam. Was war passiert?

Der kleine unkastrierte junge Mann versuchte sich als Freier. Er war wohl seinem ersten Trieb gefolgt und suchte eine Katzendame. Wir fanden ihn in der „Mitte von Nichts“ in der Nähe einer Schweinemastanlage in Kutenholz. Sofort haben wir in der Umgebung von Kutenholz, Flugzettel ausgehängt.

Seine Familie, die in Fredenbeck einkaufen war, erzählte der Kassiererin, dass sie ihren Kater vor zwei Monaten! verloren hätten. Die Kassiererin erinnerte sich an die Flugzettel in Kutenholz. Tatsächlich, es stellte sich heraus, dass es ihr Teeger war, den wir gefunden hatten. Zwei Monate hat er sich irgendwie durchgeschlagen.

Teeger wurde schnell nach Hause geholt, selbstverständlich kastriert und tierärztlich versorgt. Nun hat er auch ein hübsches Tattoo im Ohr, damit man ihn jetzt leichter zurück bringen kann, falls er mal wieder ausbüxt. Nur der Spaß mit den Katzendamen hat jetzt ein Ende.

Eine Bitte an alle Katzenhalter: lassen Sie ihre Katzen und Kater (rechtzeitig) kastrieren, kennzeichnen und registrieren (Tasso e.V. /Dtsch.Haustierregister)!

  

Fundkater Kutenholz 500x373

Wer kennt dieses Kerlchen? Wer vermißt  einen kleinen Kater?

Er wurde in der Nähe einer Schweinemastanlage in Kutenholz gefunden.

Er ist sehr schmusig, darum gehen wir davon aus, dass er entweder entlaufen ist oder ausgesetzt wurde.

email-Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Tel. 04762/923366

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