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Initiative Katzenschutzverordnung

LK Stade

 

Die Initiative Katzenschutzverordnung LK Stade  hat sich zum Ziel gesetzt, die Kastrations- und Registrierungspflicht für Freigänger-Katzen einzuführen. Wir wollen Hilfestellung geben für Politiker und Behördenvertreter, die in ihrer Gemeinde/Kommune eine solche Katzenschutzverordnung einführen wollen.

Viele neue Gesetze sind in den letzten Jahren erlassen worden, die die Belange der frei lebenden Katzen betreffen, aber den Behörden oft nicht bekannt sind. Wir wollen mit dieser Seite dazu Informationen geben.


Aktuelle Meldungen:

Freitag, 11 April 2014 17:43

Stimmen zum Urteil

Kommune muss für Katzen zahlen: Tierschutzverein gewinnt Prozess

Kassel. Katzen vermehren sich gern und reichlich, streunende Tiere können gar zur Plage werden. Doch wer zahlt, wenn „Ausreißer“ verletzt oder verwahrlost gefunden werden und versorgt, kastriert und geimpft werden müssen?

In dieser Frage hat der Tierschutzverein „Tierfreundlich“ aus dem mittelhessischen Lich gestern vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel einen juristischen Sieg gegen die Gemeinde Reiskirchen im Mittelhessischen errungen: Die Gemeinde muss nun nach jahrelangem juristischen Tauziehen endgültig 6100 Euro als Aufwendungsersatz für die Versorgung aufgefundener Katzen an den Tierschutzverein zahlen. Sie hat ihre Berufung gegen das vorinstanzliche Urteil zurückgenommen.

Das könnte auch Konsequenzen für die Finanzierung der Versorgung und Unterbringung von entlaufenen Haustieren in der Kasseler Region haben. Die Entscheidung des Gerichts schaffe Rechtssicherheit und sei ein Sieg für den Tierschutz, sagte Cornelia Konrad, Vorsitzende des Vereins. Nach Ansicht des VGH kann eine Kommune verpflichtet sein, Tierschützern die Kosten für gefundene Tiere zu ersetzen. Diese Auffassung hatte schon das erstinstanzliche Verwaltungsgericht Gießen vertreten. Der Tierschutzverein habe mit der Aufnahme und Versorgung der Katzen grundsätzlich eine Aufgabe erledigt, die eigentlich die Kommune hätte übernehmen müssen, sagte Vorsitzender Richter Hans-Joachim Möllein. Dabei könne man nicht - wie es die Gemeinde behauptet hatte - zwischen entlaufenen Tieren einerseits und den von ihren Besitzern ausgesetzten Tieren unterscheiden. Das Tierschutzgesetz mache da keinen Unterschied. Allein für bereits in der Wildnis, ohne ein „Herrchen“, aufgewachsene Haustiere könne etwas anderes gelten. Das sei heute im konkreten Fall aber nicht mehr aufzuklären. Auf Anregung des VGH nahm die Gemeinde Reiskirchen daraufhin ihre Berufung zurück.

Hans H. Gast vom politischen Arbeitskreis für Tierrechte in Europa (Kassel) und Dieter Büchling, Vorsitzender des Vereins Guxhagener Katzenhilfe begrüßten den Ausgang des Prozesses. Es werde hoffentlich Kommunen in der Region veranlassen, mehr Geld für die Versorgung von Fundtieren auszugeben, meinten sie. Er habe von Tierfreunden gehört, dass beispielsweise die Gemeinde Schauenburg versuche, mit dem Argument, sie sei nicht zuständig, die Inobhutnahme herumlaufender Katzen zu vermeiden, berichtete Büchling. Sein Verein kümmere sich pro Jahr um 80 solcher Tiere, ohne einen Aufwendungsersatz zu erhalten.

Von Peter Dilling

Quelle:Hessische/Niedersächsische Allgemeine

Donnerstag, 10 April 2014 17:34

Urteil: Gemeinde muss für Fundtiere zahlen

Gemeinde zahlt für Fundtiere

Die Gemeinde Reiskirchen muss mehr als 6.000 Euro Pflegekosten für herrenlose Hunde und Katzen übernehmen. Ein Gericht hatte der Klage eines Tierschutzvereins Recht gegeben, die Gemeinde zog jetzt die Berufung zurück. Tierschützer jubeln.

Der Verein "Tierfreundlich" hatte 2007 und 2008 einen Betrag von 6100 Euro von der Gemeinde Reiskirchen verlangt, weil er sich um 31 herrenlose und entlaufene Hunde und Katzen aus dem Stadtgebiet gekümmert hatte. Als die Gemeinde sich weigerte zu zahlen, ging der Fall vor Gericht. Das Verwaltungsgericht Gießen (VG) gab den Tierschützern recht, woraufhin die Gemeinde Berufung einlegte. Vor dem Verwaltungsgerichtshof in Kassel (VGH) nahm sie am Donnerstag aber die Berufung zurück.
Hessens Tierschützer zeigten sich erfreut über den Ausgang des Verfahrens. "Dies ist ein geniales Urteil für den Tierschutz in Hessen", sagte Cornelia Konrad, Tierärztin und Vorstandsmitglied des Vereins "Tierfreundlich". Auch die Landestierschutzbeauftrage Madeleine Martin bewertete es positiv, dass die Gemeinde zur Verantwortung gezogen wird. "Das ist aus Sicht des Tierschutzes ein erfreuliches Ergebnis", sagte Martin.

Donnerstag, 10 April 2014 14:11

Harsefeld lehnt Kastrationspflicht ab

Harsefeld läßt die Finger von den Katzen

HARSEFELD. Beim Thema Kastrations- und Registrierungspflicht für streunende Katzen – einem Antrag der Grünen – mochten die Politiker des Ausschusses für Bau, Friedhof, Verkehr und Umwelt der Samtgemeinde Harsefeld nicht anbeißen. Nach ausführlicher Diskussion vertagte der Ausschuss unter Vorsitz von Thomas Wiebusch den Punkt.
Hartwig Holthusen (Grüne) wünschte sich eine Handhabe gegen Katzenhalter, die sich nicht um ihre Tiere kümmern. Die Registrierungs- und Kastrationspflicht seien da ein Instrument, um auf Extremfälle zu reagieren. Dabei hat er besonders die Streunerkatzen im Blick, die krank und abgemagert ums Überleben kämpfen würden. Davon gebe es viele. Holthusen: „Nach Jagden haben Jäger mehr Katzen als Hasen auf dem Wagen.“

Das bezweifelte Susanne de Bruijn (FWG) grundsätzlich. Sie habe in den letzten 15 Jahren nichts von streunenden Katzen gehört. Vielmehr gehe sie davon aus, dass sich jeder, der sich eine Katze anschaffe, um sein Tier liebevoll kümmere.

Dass Katzen nun mal Streuner seien, machten Erwin Cordes (SPD) und Joachim Pfeiffer (FWG) deutlich. Cordes erzählte, er habe acht Katzen in der Nachbarschaft, zwei davon würden sich immer auf den Friedhof schleichen und Wühlmäuse fangen. Etwas Positives gewann auch Pfeiffer den Streunern aus der Nachbarschaft ab. Die würden nämlich sein Grundstück gleich mit von Wühlmausen freihalten.

Zum Tagesordnungspunkt hatte Ordnungsamtsleiter Polter eine ausführliche Verwaltungsvorlage erarbeitet. Darin behauptete er, dass eine Verordnung, wie sie von den Grünen gewünscht wurde, juristisch überhaupt nicht möglich sei. „Das Chippen der Katzen ist keine Gefahrenabwehr“, so Polter. Er untermauerte seine Ausführungen mit Auszügen aus Gerichtsurteilen. Polter wies auch auf eine Studie des Landes hin, deren Ergebnis in zwei Jahre vorliege.

Holthusen kritisierte die Volage der Verwaltung, weil sie seiner Meinung nach „Geschwurbel“ enthalte. Er zog seinen Antrag zurück, nachdem sich keine Mehrheit abzeichnete, schlug aber vor, zu einem späteren Zeitpunkt Fachleute einzuladen, um das Thema näher zu beleuchten.

Uwe Arndt warb dafür, erst einmal die Erfahrungen in Apensen nach einem Jahr abzuwarten. Außerdem, so Ahlerstedts Bürgermeister, mache er keine Verordnung, nur weil andere eine machten. Susanne de Bruijn lehnte eine Verordnung ab, weil dann Bürger zu Denunzianten würden – anders sei solch eine Verordnung nicht zu kontrollieren. Der Ausschuss schloss sich Uwe Arndts Vorschlag an; , außerdem soll die Verwaltung eine Bürgerinformation erarbeiten.  (ief)

Tierhilfe aktiv

Seit einigen Monaten wirbt die Tierhilfe Stade in den Gemeinden des Landkreises für eine Kastrations- und Registrierungspflicht für Freigänger-Katzen. Allen voran hat Apensen die Kastrationspflicht eingeführt. Auch Nordkehdingen hat nachgezogen; an der Lühe ist das Thema in der Entscheidung. Die Tierhilfe Stade fordert die Kommunen auf, sich dem Beispiel von über 190 Kommunen Niedersachsens, die die Kastrationspflicht bereits eingeführt haben, anzuschließen.

Quelle: Stader Tageblatt vom 11.04.2014

 

Anmerkung der Inititiative Katzenschutzverordnung LK Stade: Diese Ablehnung zeigt die völlige Unkenntnis der Harsefelder Verwaltung und der ablehnenden Politiker über die Problematik der scheuen und streunenden Katzen. Man kann ja "unwissend" sein, aber es ist traurig, dass dem TSV, der tagtäglich das Katzenelend vor Augen hat, noch nicht einmal Gelegenheit gegeben wird, die Sachlage darzustellen. Diese Haltung  zeigt, welchen Stellenwert dem Tierschutz und ganz besonders den ehrenamtlich tätigen Tierschützern entgegengebracht wird, die ihre ganze Freizeit dafür verwenden, um ehrenamtlich den Tieren zu helfen.

Montag, 31 März 2014 00:00

+++Kastrations-Ticker+++

In diesem Jahr konnte der Verein TSV Tierhilfe Stade e.V. folgende Anzahl von Katzen

im Landkreis Stade kastrieren lassen: 

 

In der 12. Woche:

2 Katzen im Samtgemeindegebiet Apensen

3 Katzen im Stadtgebiet Stade

1 Katze im Kreis Bremervörde

 

In der 11. Woche:

8 Katzen Stade-Bützfleth, 2 Katzen im Bereich Kehdingen,

3 Katzen im Bereich Apensen 

 

 In der 10. Woche:

 6 Katzen Bereich Kehdingen, 3 Katzen SG Apensen,

1 Katze in Düdenbüttel

 

 In der 9. Woche:

Insgesamt 12 Katzen im nördlichen LK Stade sowie in der Stadt Stade.

 

In der 8. Woche:

4 Katzen in südwestlichen LK

5 Katzen im Stadtteil von Stade

 

In der 7. Woche:

13 Katzen im nördlichen LK

Dienstag, 25 März 2014 12:09

Bolle braucht Hilfe

Bolle 250x167Hi,

ich heiße Bolle (jedenfalls behauptet das meine Dosenöffnerin).
Warum ich Euch schreibe? Ich brauche Eure Hilfe. Bisher hatte ich nicht so ein schönes Leben. Ich lebte scheu und zurückgezogen im Alten Land in der SG Lühe.
Vor ein paar Tagen wollte ich die Straße überqueren, aber plötzlich bekam ich einen Schlag vermutlich von einem Auto. Ich blieb schwer verletzt an der Straße liegen. Viele
Autofahrer fuhren an mir vorbei. Anscheinend war denen mein
Katzen 250x187Leben nichts wert. Keiner hielt an, um mir zu helfen. Aber es gibt noch Engel auf dieser Welt. Sie hielten an und brachten mich zum Tierarzt. Später erfuhr ich, dass ich eine dreifache Beckenfraktur erlitt und mein vorderer Ellenbogen herausgesprungen war. An dieser Stelle hatte der eine oder andere wohl schon den Gedanken, mich über die Regenbogenbrücke zu bringen, aber dafür bin ich doch noch zu jung.
Ich wurde zum Tierarzt gebracht, der mich zusammenflickte, im wahrsten Sinne des Wortes. Dann kam ich zum nächsten Engel namens Beate. Sie nahm mich mit nach Hause, obwohl ihr Haus schon voll ist von so vielen armen Kreaturen wie mich. Nachdem ich vier Tage nicht aufstehen konnte und auch nicht zur Toilette konnte, brachte Beate mich in eine spezielle Tierklinik. Dort wurde ich noch einmal operiert. Immer wieder sprang mein Ellenbogen raus, einen Fixateur zerlegte ich ohne Mühe, so dass das Bein genagelt werden musste.
Beate sagt immer: „Jeder hat eine Chance verdient“. Das ist mein Glück. Obwohl ich ziemlich ängstlich bin und mich auch nicht anfassen lasse, kümmert sie sich liebevoll um mich. Sie wird mich wohl noch eine ganze Weile pflegen müssen. Aber was dann, wo soll ich dann hin?
Aber das Problem klären wir später. Jetzt möchte ich Beate auf diesem Wege helfen, wenigstens einen Teil der Tierarztrechnung aufzubringen, und die ist ganz schön happig . 1200 Euro muss bezahlt werden. Würdet Ihr dabei helfen? Wir brauchen jede Spende.
Ihr sollt aber auch etwas dafür zurückbekommen. Jeder, der einen Betrag ab 20 Euro spendet, bekommt einen selbstgenähten Osterhasen oder auch eine Katze (je nach Wunsch) zugeschickt. Spende mit Adress-Angabe bitte an

TSV Tierhilfe Stade e.V.
Kreissparkasse Stade
BLZ 241 511 16 / IBAN: DE 79 24151116 0000 802843
Kontonr. 802 843 / BIC: NOLADE21STK

Stichwort: Bolle (unbedingt angeben).

 

Montag, 24 März 2014 16:36

Tierschutzbeirat Land Niedersachsen

Herzlichen Glückwunsch an unseren Partner-Verein Katzenhilfe Bleckede zur Wahl in den Tierschutz-Beirat des Landes Niedersachen!

 

25.03.2014, Berufung eines Mitgliedes der Katzenhilfe Bleckede e.V. in den Tierschutzbeirat des Landes Niedersachsen

Der Pressesprecher der Katzenhilfe Bleckede, Herr Dieter Ruhnke, wurde durch den Deutschen Tierschutzbund e.V. als Mitglied für den Tierschutzbeirat des Landes Niedersachsens vorgeschlagen. Durch das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz wurde der Pressesprecher für den 25.03.2014 eingeladen und erhält dann seine Urkunde zur Berufung als Mitglied des Tierschutzbeirates. Der Tierschutzbeirat berät die Niedersächsische Landesregierung in Tierschutzfragen. Er berät umfassende tierschutzrelevante Sachverhalte und erarbeitet Lösungsvorschläge, gibt Stellungnahmen zu Rechtsetzungsvorhaben ab und erstellt Denkschriften, Merkblätter oder umfassende Sammlungen zu Tierschutzthemen.

Sonntag, 23 März 2014 15:09

Kastrationszuschuss

Besitzer lassen 670 Katzen kastrieren.

Zuschuss-Aktion im Landkreis ist erfolgreich.

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Die Gemeinden sind zufrieden mit dem
Ergebnis ihrer
Aktion 670 Katzen wurden kastriert. Foto:dpa

Von Claudia Rummel

SIGMARINGEN. Über zwei Monate lang haben die Gemeinden einen Zuschuss zur Kastration von Katzen gezahlt. Damit wollten sie dem Problem der unkontrollierten Vermehrung streunender Katzen Herr werden. Nun liegen die Ergebnisse der Aktion vor, das Landratsamt ist zufrieden. „Es haben sich sehr viele beteiligt“, sagt Pressesprecher Lars-Patrick Berg. Im Kreis sind rund 670 Katzen kastriert worden, hinzu kommen weitere Tiere aus Beuron. Dort liegen die Zahlen noch nicht vor.

Jede Gemeinde hat die Kastration bezuschusst mit 15 Euro für jeden Kater und 30 Euro für jede Katze. Damit kann rund ein Drittel der Kosten gedeckt werden. Den Rest mussten die Besitzer bezahlen. Die Kreisgemeinden haben insgesamt knapp 18 000 Euro investiert. Weniger, als für die Unterbringung im Tierheim, so das Landratsamt. Denn werden herrenlose Katzen im Tierheim abgegeben, muss die jeweilige Gemeinde dafür aufkommen. Pro Katze werden 8,50 Euro pro Tag berechnet. Selbst bei einer Vermittlung nach zwei Wochen, muss die Gemeinde also deutlich mehr zahlen.

Das Landratsamt hat die 670 kastrierten Katzen auf die mögliche Anzahl ihrer Welpen hochgerechnet. Dabei ergibt sich folgendes Zahlenspiel: Es wurden 387 weibliche Katzen kastriert. Nimmt man an, dass jede davon zwei Würfe im Jahr gehabt hätte, dass die Hälfte davon weiblich wäre und dass nur 2,8 Welpen pro Wurf überleben, so sind es im ersten Jahr bereits 2167 Katzen weniger im Landkreis Sigmaringen, im zweiten Jahr 8235 Katzen weniger und so weiter.

Das Projekt ist als einmalige Aktion angelegt. Ein anderes Programm ist jedoch in Planung. Dabei sollen Problemzonen im Kreis definiert werden, in denen es eine Überpopulation herrenloser Katzen gibt. Aktuell sind beim Landratsamt 28 solcher Problemzonen aktenkundig. Häufig sind die Tiere krank und vermehren sich schnell weiter. Die Katzen sollen deshalb eingefangen und kastriert werden. Dafür wollen die Gemeinden die Kosten komplett übernehmen. Das Projekt befindet sich jedoch noch in der Planungsphase.

Angedacht ist die Aktion für die Sommermonate, doch zu dieser Zeit können die Katzen trächtig sein oder Junge haben. Werden sie dann zur Kastration eingefangen, können sie sich nicht um ihren Nachwuchs kümmern. Zudem müssen noch Helfer gefunden werden. Somit besteht noch viel Abstimmungsbedarf. Die Bürger werden im Vorfeld zudem ausgiebig informiert, so das Landratsamt.

Dank Nachbarschaftshilfe ist ein Problemfall in Leibertingen angegangen worden. Eine Frau, die ins Altenheim kam, hat 31 Katzen hinterlassen. Diese wurden eingefangen und die Gemeinde hat die vollen Kosten der Kastration übernommen.

Die Gemeinde Meßkirch übernimmt seit zwei Jahren die kompletten Kosten für die Kastration herrenloser Katzen. „Wir hatten früher einige Brennpunkte“, sagt Martin Stehmer vom Meßkircher Ordnungsamt. „Jetzt haben wir keine Beschwerden mehr.“ Für dieses Jahr sind die entsprechenden Mittel im Haushalt eingestellt. Stehmer geht davon aus, dass das Projekt auch in den kommenden Jahren fortgeführt wird. Nach fünf bis sechs Jahren reduziere sich die Zahl der Katzen auf eine natürliche Population.

Quelle / Foto: Schwäbische Zeitung (Erschienen: 20.03.2014)

Anmerkung der Initiative Katzenschutzverordnung: Sehr lobenswert, aber was ist nach dieser Aktion? Eine verpflichtende Kastrationspflicht für Freigänger-Katzen würde langfristig das Problem reduzieren, denn die sorgen dafür, dass immer wieder die frei lebenden Katzenpopulationen von abgewanderten, ausgesetzten, entlaufenen Freigänger-Katzen wieder aufgefüllt werden und somit neue Katzen die Populationen vergrößern.

Donnerstag, 13 März 2014 15:36

SG Zeven für Kastrationspflicht

Auch in unseren Nachbarkreisen bewegt sich etwas in Sachen Katzenkastrationspflicht:

Hierzu schrieb die Zevener Zeitung am 25.02.2014

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Samtgemeinde Zeven Pflicht zur Kastration greift jetzt

Zeven. Da die Politiker in der Stadt Zeven versuchen wollen, der anwachsenden Katzenpopulation Herr zu werden, streben sie den Erlass einer Verordnung an. Halter von sich auch außerhalb von Wohnungen aufhaltenden Katzen werden der Pflicht unterworfen, ihre Katzen kastrieren und kennzeichnen zu lassen. Eine solche Verordnung kann indes nicht von der Stadt, sondern nur von der Samtgemeinde Zeven erlassen werden. Mithin hatte der Samtgemeinderat während der jüngsten Sitzung darüber zu befinden und stimmte geschlossen für den Verordnungsentwurf.

Handlungsbedarf besteht

Da die Initiative von der Arbeitsgruppe CDU/Grüne im Stadtrat ausgegangen war, unterstrich deren Sprecher Hans-Peter Klie, dass unzweifelhaft Handlungsbedarf bestehe – und zwar nicht nur in der Stadt, sondern auch auf dem Land. Um Katzenhaltern den Anreiz dafür zu geben, ihre Tiere kastrieren zu lassen, gewährt die Stadt ihnen einen Zuschuss zu den Arztkosten.

Die SPD unterstütze das Vorhaben, erklärte deren Sprecher Henning Fricke. Er appellierte an die Gemeinden Heeslingen, Elsdorf und Gyhum, dem Beispiel Zevens zu folgen. Ingolf Lienau (Grüne) urteilte, der Antrag und die Verordnung seien sinnvoll. Allein Jens Behrens (WFB) befand, der Erlass einer Verordnung führe nicht weiter. Er verwies auf die „schwierige Handhabung“ und hatte dabei wohl die Frage der Kontrolle im Blick. Er fürchte, so Behrens, das „nur ein neuer Papiertiger“ kreiert werde. (tk)

Anmerkung der Initiative Katzenschutzverordnung: Auch hier wird wieder der unrealistische Anspruch an eine Verordnung gestellt, diese zu 100 % kontrollieren zu wollen. Der Gesetzgeber hat unzählige Rechtsvorschriften erlassen, die auch nicht zu 100 % kontrolliert werden können, dennoch sind sie in Kraft getreten. Es verwundert immer wieder, dass man gerade im Rahmen einer Verordnung zur Kastrationsverpflichtung für Katzen, auf kommunaler Ebene offensichtlich einen solchen unrealistischen Anspruch der präventiven/aktiven Kontrolle und Durchsetzung erhebt. Sie bietet allerdings  für Behörden und  TSV eine Handlungsgrundlage, wenn Verstöße ein Handeln erforderlich machen sollte.

Quelle: Zevener Zeitung vom 25.02.2014
Foto: Zevener Zeitung

Am Mittwoch, 06.03.2014 haben wir auf Einladung der SG Lühe einen Vortrag über die Notwendigkeit der Einführung der Kastrations- und Registrierungspflicht für Freigängerkatzen halten können. Wir hoffen, dass sich auch hier der Rat entscheiden wird, wie auch schon in Apensen und Nordkehdingen, die Katzenschutzverordnung einzuführen.

LÜHE. Die „Tierhilfe Stade“ forderte in der Ratssitzung der Samtgemeinde Lühe, die Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Katzen einzuführen. Außerdem bat der Verein um einen finanziellen Zuschuss für die Kastrierung der Katzen. Die Tierhilfe fängt ehrenamtlich streunende Katzen ein, um sie kastrieren zu lassen und der steigenden Population der Katzen Herr zu werden. Allein im letzten Jahr hätten die Tierarztkosten bei 40 000 Euro gelegen, die aus Mitgliedsbeiträgen finanziert werden. „Wir kommen nicht mehr dagegen an“, sagt Beate Dowsen. Seit 30 Jahren geht die Tierhilfe ihrer Arbeit nach, geändert habe sich an der Menge der Katzen aber nichts. „Das ist eine Sisyphos-Arbeit“, sagt Cornelia Haak. In 272 Kommunen in Deutschland sei die Kennzeichnungspflicht für Katzen bereits eingeführt worden, zuletzt in Kehdingen. In den Fraktionen soll jetzt darüber beraten werden.

Quelle: Stader Tageblatt

 

 

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NORDKEHDINGEN. Die Samtgemeinde Nordkehdingen führt eine Kastrationspflicht für Katzen und Kater ein. Das beschloss der Rat am Donnerstagabend bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung. Die Verordnung wird voraussichtlich ab April in Kraft treten. Darüber hinaus sollen Katzenhalter ihre Tiere entweder tätowieren lassen oder mit einem Mikrochip versehen.
Wie Hauptamtsleiterin Erika Hatecke dem Rat berichtete, hat es die Verwaltung jährlich mit etwa 70 Fundkatzen zu tun, die sie der Tierhilfe übergibt, die sie
kastriert und medizinisch versorgt. Solange diese Kosten pro Tier abgerechnet wurden, summierte sich das auf 11 000 bis 15 000 Euro pro Jahr. Seit 2005 zahlt die Samtgemeinde der Tierhilfe eine jährliche Pauschale von 4000 Euro. Das hat zwar die Kosten gesenkt, aber nicht die Zahl der frei laufenden Katzen. „Die Katzen vermehren sich völlig unkontrolliert und befinden sich zum Teil in einem erbärmlichen Zustand“, so Hatecke. Der Tierschutzgedanke verlange hier ein Handeln der Verwaltung.

Bernd Tietje (CDU) gab zu, dass er lange das Thema „belächelt“ habe. Doch im Samtgemeindeausschuss habe eine Mitarbeiterin der Tierhilfe sehr anschaulich berichtet, wie es um die Katzen steht. Von daher würde seine Fraktion den Verwaltungsvorschlag unterstützen. Dem schloss sich auch Jonny Röndigs (SPD) an, stellte aber die Frage: „Wie soll das kontrolliert werden?“ Zu diesem Zwecke seien die Katzenhalter verpflichtet ihre Tiere zu kennzeichnen, etwa mit einem Mikrochip, so Hatecke.
Ulrich Wist (FWG) lehnte die Verordnung ab. „Wir schaffen es noch nicht mal zu kontrollieren, ob Hundesteuer gezahlt wird.“ Während Hunde ihren Haltern zuzuordnen seien, lebten viele Katzen wild. „Wenn eine dieser Katzen an meine Milchschüssel kommt, ist es dann meine?“ Insbesondere hält der Oederquarter nichts von einer Strafandrohung, wie es die Kastrationsverordnung vorsieht. Wer nicht kastriert, soll bis zu 5000 Euro zahlen. Hatecke verwies darauf, dass Aufklärung in den vergangenen Jahren wenig gebracht habe. Die Geldbuße sei daher ein Druckmittel. „Was angemessen ist, müssen wir dann sehen.“ In zwei Jahren soll Bilanz gezogen werden.

Quelle: Stader Tageblatt

Anmerkung der Initiative Katzenschutzverordnung: Zu der Frage "wie soll das kontrolliert werden", ist auszuführen,dass eine Norm nicht die primäre Aufgabe hat, alle Zuwiderhandlungen mit In-Kraft-Treten zu kriminalisieren und zu 100 % zu sanktionieren. Es wurden in der Vergangenheit unzählige Rechtsnormen erlassen, die ebenfalls nicht kontrolliert werden können, aber es verwundert, dass man gerade im Rahmen einer Verordnung zur Kastrationspflicht für Katzen auf kommunaler Ebene offentsichtlich einen solchen unrealistischen Anspruch der präventiven/aktiven Kontrolle und Durchsetzung erhebt. Dennoch bietet die Kastrations- und Registrierungspflicht eine Handlungsgrundlage, wenn Verstöße das Handeln erforderlich machen sollten.

 

 

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