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Initiative Katzenschutzverordnung

LK Stade

 

Die Initiative Katzenschutzverordnung LK Stade  hat sich zum Ziel gesetzt, die Kastrations- und Registrierungspflicht für Freigänger-Katzen einzuführen. Wir wollen Hilfestellung geben für Politiker und Behördenvertreter, die in ihrer Gemeinde/Kommune eine solche Katzenschutzverordnung einführen wollen.

Viele neue Gesetze sind in den letzten Jahren erlassen worden, die die Belange der frei lebenden Katzen betreffen, aber den Behörden oft nicht bekannt sind. Wir wollen mit dieser Seite dazu Informationen geben.


Aktuelle Meldungen:

Sonntag, 22 Dezember 2013 20:58

Kastrationspflicht für Katzen in Apensen

Die Lokale Presse über die neu eingeführte Kastrationspflicht für Katzen in der Samtgemeinde Apensen:

Stader Tageblatt vom 26.09.13

 

Kastrationspflicht für freilaufende Katzen in Apensen

von Claudia Michaelis
Katzen
Foto: dpa
APENSEN. Mit breiter Mehrheit hat Apensens Samtgemeinderat am Dienstag ein neues „Katzengesetz“ beschlossen: Ab 1. Oktober müssen alle Halter von Katzen, die ihre Tiere als Freigänger draußen laufen lassen, ihre Katzen kastrieren und erfassen lassen. Die Kommune will das als Tierschutzmaßnahme verstanden wissen, die das Leid verelendender Streuner lindern soll. Die Tierschutzvereine im Landkreis wünschen sich, dass andere Kommunen dem Beispiel Apensens folgen. Sie schlagen Alarm, weil sie der Katzenschwemme kreisweit nicht mehr Herr werden.

Der Anstoß für Apensens Handeln kam von den Tíerschutzvereinen selbst. Der Verein Tierschutz Stade und die Tierhilfe Stade als ältester Tierschutzverein im Landkreis hatten sich im Vorfeld an die Kommune gewandt, weil das Katzenproblem kreisweit immer größer werde, berichten Beate Dowson, Vorsitzende der Tierhilfe Stade, und Cornelia Haak vom Tierschutz Stade. Seit 30 Jahren mache die Tierhilfe nichts anderes, als herrenlose Katzen einzufangen und zu kastrieren. Doch all diese Bemühungen hätten nicht geholfen. Statt zu sinken, wachse die Population immer weiter an. Die Tierhilfe bekomme täglich Anrufe und Anfragen. „Wir sind so überlaufen mit Fundkatzen, dass wir nicht mehr wissen, wohin damit: Im Landkreis Stade muss etwas passieren, sonst bricht das hier zusammen“, sagt Dowson. Pro Jahr lassen die Tierschützer kreisweit rund 400 Katzen kastrieren. Gut 100 Euro kostet die Kastration einer weiblichen Katze, so dass allein der Tierhilfe mehr als 40 000 Euro im Jahr an Kosten entstünden. Die Tierhilfe selbst versorgt 150 Katzen an verschiedenen Futterstellen im Kreis. „Und das ist nur die Spitze des Eisbergs, die Not der Katzen ist noch viel größer, man sieht sie nur nicht so“, sagt Haak.

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Cornelia Haak

Tierschutz Stade

Beate Dowson

Tierhilfe Stade

Auch in der Samtgemeinde Apensen tauche das Problem der massenweisen Ansammlung von Streunern immer wieder auf. So hätten 2012 in Sauensiek im Wohngebiet am Schulweg 30 Katzen eingefangen und kastriert werden müssen. Im Juni sei im Wohngebiet in Apensen eine größere Katzenpopulation aufgetreten, über die sich die Nachbarn beschwert hätten. Das Problem sei, dass die Hilferufe immer erst kämen, wenn sich die Katzen irgendwo in größerer Zahl ansammeln, weiß Haak.

Samtgemeindebürgermeister Peter Sommer und die Ratsmehrheit hat das überzeugt. Sommer wirbt um Akzeptanz für die neue Verordnung. Die sei nicht als Bestrafung der Bürger, sondern als Tierschutzmaßnahme zu verstehen, die das Leid der Tiere lindern und die Halter auf ihre Verantwortung hinweisen soll. Noch immer herrsche viel Unwissen in der Bevölkerung, sagt Sommer. Auch er sei immer davon ausgegangen, dass herrenlose Katzen sich draußen selbst versorgen könnten. Das stimme aber nicht. Wenn sie nicht gefüttert werden, erkrankten und verelendeten die Tiere. Nur Nachwuchs gibt es immer weiter, denn bei den Hauskatzen gibt es keine Geburtenregulation von Natur aus.

Die Tierärzte in Apensen und Umgebung werden die neue Verordnung nun bekommen. Sie sollen die Katzenhalter beim Arztbesuch darauf hinweisen, dass die Tiere kastriert und tätowiert oder gechipt werden müssen. Auf diese Weise hoffe die Kommune, einen Großteil der Freigänger zu erfassen und die unkontrollierte Vermehrung einzudämmen, sagt Sommer: „Ohne diese Verordnung haben wir keine Möglichkeit zu sagen, lasst die Katze kastrieren. Leute, die zugelaufene Katzen über einen längeren Zeitraum hinweg füttern, müssen wissen, dass das dann ihre Katze ist und sie in die Verantwortung genommen werden.“

Wer das nicht will, soll zugelaufene herrenlose Katzen zwar füttern – notleidenden Tieren nicht zu helfen, verstößt gegen das Tierschutzgesetz – sich aber sofort bei der Kommune melden. Die tritt dann in die Pflicht. „So kommen wir vielleicht dahin, dass sich die Leute nicht erst melden, wenn es schon 30 Katzen sind, die irgendwo herumlaufen, hofft Dowson. Die wenigen Kritiker aus den Reihen des Rates fragen sich, wie die neue Verordnung in der Praxis kontrolliert werden soll. Sie fürchten, dass sie eher dazu führen wird, dass Tiere wegen der zusätzlichen Kosten für die Halter ausgesetzt oder getötet werden. Die Tierschützerinnen wünschen sich dagegen, dass jetzt mehr Kommunen dem Beispiel Apensens folgen. Die Vereine würden nun auch die anderen Kommunen anschreiben, in denen akute Fälle auftreten, kündigt Dowson an. Die Kosten für die Kastration werde der Verein künftig nur noch übernehmen, wenn die jeweilige Gemeinde eine solche Verordnung erlasse.

Die neuen Spielregeln

Die neue „Verordnung über die Kastrations- und Kennzeichnungspflicht von Katzen im Gebiet der Samtgemeinde Apensen, die sich außerhalb der Wohnungen ihrer Halter frei bewegen“, ist auf der Homepage der Samtgemeinde Apensen unter www.apensen.de/Bürgerservice ›Bürgerinformationssystem in den Vorlagen für die Samtgemeinderatssitzung am 24. September nachzulesen.

 

Quelle: Stader Tageblatt

 

Kreiszeitung Wochenblatt vom 26.09.13

 

Freilaufende Katzen müssen registriert und kastriert werden

 

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Apensen ist die erste Kommune in der Region,
die eine Verordnung erlässt, nach der freilaufende
Katzen kastriert werden müssen­. Foto:bo

tk. Apensen. Die Samtgemeinde Apensen will als erste Kommune in den Landkreisen Stade und Harburg eine Kennzeichnungs- und Kastrationspflicht für freilaufende Katzen einführen. Samtgemeindebürgermeister Peter Sommer betont, dass diese Verodnung keine bürokratische Schikane sei, sondern auf eine Initiative von Tierschützern zurückgehe. Es sei eine Mär, dass Katzen in freier Wildbahn ohne den Menschen überleben. "Jedes Jahr sterben viele Katzen elendig", sagt Sommer. Die Verordnung sei daher auch ein Stück weit Tierschutz.
Das wird künftig vorgeschrieben sein: Wer seine Stubentiger frei herumlaufen lässt, muss sie entweder chippen oder tätowieren lassen und zudem in einem der großen Tierregister eingetragen lassen. Außerdem müssen die Tiere kastriert werden. Tierschützer erhoffen sich vor allem davon ein Ende der Katzenschwemme. Schon mehrfach hat das WOCHENBLATT darüber berichtet, dass die Tierheime die vielen Kätzchen gar nicht mehr aufnehmen können. Peter Sommer rechnet vor, dass die Samtgemeinde pro Jahr rund 3.500 Euro aufwenden muss, damit Katzen, die auf Apensener Gebiet aufgegriffen werden, kastriert werden. Um die Tierbesitzer zu erreichen, will die Verwaltung mit den Tierärzten zusammenarbeiten. Die sollen Katzenhalter über die neue Verordnung informieren. Irgendwann, davon ist Peter Sommer überzeugt, werde die Gemeinde erfahren, wenn jemand freilaufende Katzen hält, die weder kastriert noch registriert sind. Wer gegen die Verordnung verstößt, muss mit Bußgeldern bis zu 5.000 Euro rechnen. Die Gemeinde wird aber niemanden einstellen, der als Katzenkontrolleur unterwegs ist. Als Katzenhalter gilt nach der neuen Verordnung übrigens auch, wer die Tiere füttert, ohne sie ins Haus zu lassen. Peter Sommer rechnet damit, dass es Proteste gegen die strengen Vorschriften gibt. Der Samtgemeindebürgermeister verweist darauf, dass es um aktiven Tierschutz gehe und bereits 170 Gemeinden in Niedersachsen ähnliche Regelwerke haben. Kritik - nicht an der Sache, aber an der Informationspolitik - kommt von den Grünen: Die Bevölkerung müsse besser informiert werden, so die Ratsfraktion. Nur dann sei zu erwarten, dass die neuen Vorschriften auf Akzeptanz stoßen.

Quelle: Kreiszeitung Wochenblatt

 

Wir möchten uns an dieser Stelle für die großartige Unterstützung der Katzenhilfe Bleckede bedanken.

Durch das kompetente Fachwissen und den großartigen Vortrag durch Herrn Dieter Ruhnke konnte der Apensener Samtgemeinderat von der dringenden Notwendigkeit einer Kastrations- und Registrierungspflicht für Freigänger-Katzen überzeugt werden.

Alle Informationen zur Einführung einer Kastrationspflicht finden Sie unter:

www.katzenhilfe-bleckede.de

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