Donnerstag, 27 April 2017 11:08

Kastration gegen Katzenplage

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Katzenplage – Gemeinde handelt

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An die 50 wilde Katzen - so schätzt die Gemeinde- leben im und
um das Klosterareal in  St. Oswald. Vergangene Woche startete
man eine Aktion, um die Katzen einzufangen und zu sterilisieren.
Fotos: Axer
Frei lebende Tiere in St. Oswald wurden eingefangen und sterilisiert.
Von Ursula Langsee
St. Oswald. Der frühere Klosterort St. Oswald hat ein Problem auf vier Pfoten: Zu viele frei lebende Katzen sind unterwegs. Geschätzt sind es bis zu 50 Tiere, die sich vor allem im und um den Stadel im Klosterbräu- Areal aufhalten. Aus Gründen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung hat jetzt die Gemeindeverwaltung eine Eindämmung der Katzenvermehrung veranlasst.
An zwei Tagen vor Ostern kamen Helfer des Tierheims Wollaberg. Sie fingen die Katzen mit Lebendfallen ein und ließen sie von einem Tierarzt sterilisieren. Wenn Katzen hungrig sind, erleichtert das das einfangen. Deshalb bat die Gemeindeverwaltung im Vorfeld die „Katzenkümmerer“ darum, die Samtpfoten nicht mehr zu füttern. Und Katzenbesitzer wurden gebeten, an den beiden Tagen ihre Stubentiger nicht frei herumlaufen zu lassen, damit sich sie sich nicht unter die wilden Katzen mischen und unbeabsichtigt eingefangen werden konnten.
Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung berichtete Bürgermeister Helmut Vogel von der geplanten Aktion, die nach ein paar Jahren nun wieder notwendig werde, weil es auch schon Beschwerden gegeben habe. „Welche Hilfe können wir leisten?“, fragte Gemeinedrat Klaus Pleintinger nach. „Nur nicht füttern“, war Vogels Antwort. Geschäftsleiterin Nina Vater ergänzte, das sich zwei Gemeindebürger bereit erklärt hätten, beim Einfangen zu helfen und die Tiere so schnell wie möglich zur Tierärztin nach Spiegelau zu transportieren, damit sie in den Fallen nicht panisch werden.
„Bekommen wir die Katzen schon wieder zurück?“, sorgte sich Carolin Schopf. „Davongehe ich aus, denn das Tierheim Wollaberg ist voll“, saget Vogel. Die Kosten für die Sterilisation teilen sich die Gemeinde und das Tierheim.
Quelle: Passauer Neue Presse

 

Hier zeigt sich, so lebenswert diese Aktion auch ist, eine Nachhaltigkeit wird dadurch leider nicht erreicht. Beleg sieht man im Text: "diese Aktion, die nach ein paar Jahren nun wieder notwendig werde".

 

Die einzige Möglichkeit, Katzenelend einzudämmen ist nun mal die Kastrations- und Registrierungspflicht. Leider können sich viele Kommunen nicht dazu durchringen, obwohl schon über 500 Kommunen die Kastrations- und Registrierungspflicht eingeführt haben.

 

Die Ursachen für die scheuen Katzenpopulationen sind  nicht, dass tierliebe Menschen füttern, sondern dass die Tiere abwandern, weil sie nicht mit ausreichend Futter und Pflege versorgt werden, ober weil zu viele Katzen auf engem Raum leben und sie dann abwandern, oder weil sie ausgesetzt, zurückgelassen wurden oder sich verirrt haben. Die Aufforderung nicht zu füttern, löst das Problem nicht und führt zu Tierleid.

Gelesen 464 mal Letzte Änderung am Sonntag, 12 November 2017 16:14

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