Freitag, 15 Januar 2021 13:34

Hauskatzen im Fadenkreuz

geschrieben von
Artikel bewerten
(0 Stimmen)
416674 XXL
Kastration statt Abschuss, dafür setzt sich die Initiative
Katzenschutzverordnung im Landkreis Stade ein.
Foto: bo
Hochgeladen von Jaana Bollmann / Kreiszeitung Wochenblatt
jab. Landkreis. Der Aufschrei ist groß in den sozialen Netzwerken. Denn ein Video macht die Runde, in dem eine Katze getötet wird, die sich in einer Falle befindet. Doch was viele erstaunen mag: Das ist rechtlich erlaubt. Damit sich das ändert, wendet sich die Initiative Katzenschutzverordnung Landkreis Stade (KSVO LK Stade) in einem Brief an die Politik. Nach dem Niedersächsischen Jagdgesetz ist das Töten von wildernden Hauskatzen durch Jäger erlaubt, wenn sich das Tier mehr als 300 Meter vom nächsten Wohnort befindet. Dabei sei es sogar erlaubt, die Katzen mit Hilfe von Duftstoffen anzulocken und mit Fallen zu fangen, schreibt Cornelia Haak von der Initiative KSVO LK Stade. Ihrer Meinung nach ist das nicht mehr zeitgemäß und müsse umgehend geändert werden. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die Tiere nach einem Abschuss nicht gemeldet werden müssen. Die Halter erführen so niemals, was mit ihren vermissten Tieren geschehen ist. Die einzige Alternative, das Aufkommen von streunenden Katzen zu minimieren, ist laut Haak die Kastration. Die Initiative KSVO LK Stade setzt sich seit Jahren dafür ein, dass Freigängerkatzen kastriert werden müssen. Das sei der Beitrag der Katzenbesitzer, um das Aufkommen von streunenden Katzen zu vermindern und damit auch zu verhindern, dass diese durch weite Gebiete streunen. "Es ist ihr Beitrag zum Tier- und Naturschutz", heißt es in dem Brief. "Ich würde mir wünschen, dass auch die Politik und die Jägerschaft dieses Vorhaben mehr unterstützt", so die Tierschützerin. Im Übrigen sei es nicht bewiesen, dass Katzen zu den Verursachern gehören, die die Vogel- und Kleintierwelt aus dem Gleichgewicht bringen. Es gebe dazu keinerlei Studien in Deutschland, die das belegen würden, erklärt Haak. "Das Land Nordrhein-Westfalen hat es bereits vorgemacht und das Jagdrecht schon vor Jahren entsprechend geändert", schreibt Haak. Daher fordert die Initiative die Verantwortlichen auf, sich dem dortigen Gesetz anzugleichen und auch in Niedersachsen das Töten von Haustieren per Jagd zu verbieten.
Quelle:Kreiszeitung Wochenblatt vom 09.01.2021
Gelesen 102 mal Letzte Änderung am Freitag, 15 Januar 2021 13:55

Schreibe einen Kommentar

Achten Sie darauf, die erforderlichen Informationen einzugeben (mit Stern * gekennzeichnet). HTML-Code ist nicht erlaubt.